Frankenberger will die Kasseler SPD führen

Uwe Frankenberger

Kassel. Der Landtagsabgeordnete Uwe Frankenberger will Vorsitzender der Kasseler SPD werden.

Am Montagabend habe er das in der Stadtverordnetenfraktion erklärt, sagte er. Damit hat er im Kandidaten-Rennen als erster den Hut in den Ring geworfen. Noch ist Bürgermeister Jürgen Kaiser Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt. Er hatte angekündigt, dass er beim Parteitag am 14. März nicht erneut kandidieren will.

Frankenberger sagte, er sei von vielen SPD-Mitgliedern auf eine Kandidatur angesprochen worden. Über den Jahreswechsel habe er sich nach reiflicher Überlegung dafür entschieden, was er nun in der ersten Sitzung eines SPD-Gremiums im Jahr 2015 bekanntgeben wollte. In den kommenden Wochen beschäftigen sich mehrere Ortsvereine mit der Nachfolge im Parteivorsitz.

Mit seiner Erfahrung wolle er die SPD in die Kommunalwahl 2016 führen, damit diese stärkste politische Kraft in Kassel bleibe. Der 59-Jährige ist seit 1999 Landtagsabgeordneter und seit 1985 Stadtverordneter. Bis 2013 war er Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion.

Weitere Schwerpunkte wären für ihn die Fortsetzung des parteiinternen Reformprozesses, bei dem auch die Struktur der Ortsvereine überdacht werden müsse. Zudem wolle er die Kommunikation der SPD nach außen stärken, zum Beispiel mit mehr Parteiveranstaltungen. „Wir müssen stärker in Dialog mit der Stadtgesellschaft kommen, nicht nur über Rathaus-Themen“, sagte Frankenberger.

Weitere Kandidaturen sind offiziell noch nicht bekannt. Offen ließ die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anke Bergmann, ob sie kandidiert. Sie sei ebenfalls von vielen angesprochen worden. „Ich denke schon länger darüber nach“, so Bergmann. Zunächst wolle sie das in der Partei und nicht in der Öffentlichkeit diskutieren. Als Interessenten galten ebenso Geschäftsführer Norbert Sprafke, Landtagsabgeordneter Wolfgang Decker sowie Parteivize Johannes Gerken, doch sie sagten nun ab.

Nach jetzigem Stand sollen sich die Kandidaten im Unterbezirksausschuss am 19. Februar vorstellen, sagte der amtierende Vorsitzende Jürgen Kaiser. (clm)

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