Mehr als 20.000 Fahrzeuge kontrolliert

Zwei Prozent fuhren zu schnell beim Blitz-Marathon

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Ertappt: Rolf Zentsch und Hermann Kohlhase stoppten beim Blitz-Marathon Autofahrer, die auf der Druseltalstraße in Kassel zu schnell unterwegs waren.

Kassel. Der europaweite Blitz-Marathon am Donnerstag hat nach Einschätzung von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) die erhoffte Wirkung erzielt.

„Durch die Aktion setzen sich immer mehr Menschen mit den Gefahren des zu schnellen Fahrens auseinander“, sagte Beuth.

Bestätigt wird Beuth durch die Ergebnisse aus Stadt und Landkreis Kassel. Die Zahl der Temposünder habe deutlich unter den Werten gelegen, die an üblichen Tagen ertappt würden, berichtete Polizeisprecher Torsten Werner. Etwa zwei Prozent der 21.820 kontrollierten Fahrzeuge hielten sich demnach nicht an die vorgegebenen Geschwindigkeiten. Die Polizei war an insgesamt 13 Messstellen in Stadt und Landkreis präsent.

„Der deutlich überwiegende Teil der 437 Geschwindigkeitsübertretungen liegt noch im Verwarngeldbereich“, sagte Werner. „Nnur 27 müssen nun mit einer Anzeige rechnen.“ Zudem sei die Aktion von den Verkehrsteilnehmern sehr positiv aufgenommen worden. „Auch ertappte Temposünder zeigten sich dabei einsichtig“, so Werner.

Besser als der Landesschnitt

Stadt und Kreis Kassel liegen damit besser als der Landesschnitt. Von den hessenweit 280.000 kontrollierten Fahrzeugen hätten sich 3,8 Prozent der Fahrer nicht an die vorgegebenen Geschwindigkeiten gehalten. In 133 Fällen müsse sogar ein Fahrverbot ausgesprochen werden.

Kurios ist ein Fall von der Autobahn 480 bei Gießen. Dort fuhr ein aus Russland stammender Autofahrer bei erlaubten 80 mit 140 km/h durch eine Baustelle und wurde erwischt. Dabei hätte er es besser wissen müssen. Der Fahrer ist nämlich selbst Polizist in Russland.

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