Landkreis Kassel und Sparda Bank Hessen unterstützen Wohngemeinschaft für demenzkranke Menschen

10 000 Euro für Geborgenheit und Hilfe

Freuen sich über die praktische Küche: Roman Junge (von links), Filialleiter der Baunataler Sparda-Bank, Henry Jäger, Abteilungsleiter der GWH, Bewohnerin Mariechen Blum, Vizelandrätin Susanne Selbert und Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Vorn ist Joana Scheinost (links), Teamleiterin der Wohngemeinschaft, mit Bewohnerin Erika Wagner zu sehen. Foto:  Grigoriadou

Baunatal. Die 273 Quadratmeter große Wohnung ist hell und freundlich eingerichtet. „Das Schöne ist, dass jeder Bewohner seine Möbel mitgebracht hat. So ist von jedem Charakter etwas dabei“, sagt Joana Scheinost. Die junge Frau ist Teamleiterin der Baunataler Wohngemeinschaft (WG) für demenzkranke Menschen des Diakonischen Werks Kassel und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Hessen (GWH).

7500 Euro spendete der Landkreis Kassel für die neue Küche der WG. Die Baunataler Filiale der Sparda-Bank Hessen steuerte 2500 Euro aus dem Gewinn-Sparverein zu. „Das Geld haben wir für die große Küche gut gebraucht“, sagt Birgit Schwalm, Beauftragte des Diakonischen Werkes. Sie kümmert sich um die Koordination der WG. Vor allem die praktische Nutzung ist wichtig. „An Teller und Gläser kommen die Bewohner gut ran. Wir haben aber auch abschließbare Schränke, in denen wir Medikamente lagern“, sagt Birgit Schwalm.

Zehn Mieter können einziehen. „Sechs Zimmer sind schon belegt“, sagt Schwalm. Die 24-Stunden-Betreuung gewährleisten 13 Mitarbeiter. Jederzeit können Angehörige der Mieter mit eigenem Schlüssel die Wohnung betreten. Einen fest strukturierten Plan gibt es nicht. „Jeder kann hier mithelfen, wie er will und kann“, sagt Joana Scheinost. „Es ist ein ganz normaler Alltag“, sagt Birgit Schwalm. Die Pflege wird von den Fachkräften auf den einzelnen Mieter individuell abgestimmt.

„Die Idee, eine Wohnform für Demenzkranke anzubieten, die älteren Menschen in einer überschaubaren Gemeinschaft einen Ort der Geborgenheit bietet, hat uns überzeugt“, sagt Vizelandrätin Susanne Selbert. (pgr)

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