Norbert Damm aus Rengershausen ist neuer Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Kassel-Land

10 000 Feuerwehrleute im Blick

Vertritt über 10 000 Feuerwehrleute: Norbert Damm aus Rengershausen. Foto: Kühling

Baunatal. Norbert Damm vertritt die Interessen unzähliger Feuerwehrleute – in der Größenordnung der Einwohner einer Kleinstadt. Zusammen sind es über 10 000 im Altkreis Kassel: 1245 Aktive in den Einsatzabteilungen und 9500 Mitglieder der Feuerwehrvereine. Der 47-Jährige Rengershäuser ist neuer Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Kassel Land.

Norbert Damm ist Feuerwehrmann durch und durch. Seit vielen Jahren fährt er sogar zweigleisig auf dem Gebiet des Brandschutzes. Zum einen unterstützt er in mehreren Funktionen die Freiwillige Feuerwehr in seinem Heimatort, zum andern ist er hauptberuflich bei der Kasseler Berufsfeuerwehr tätig. Dort arbeitete er lange Zeit auf der Leitstelle, jetzt betreut er den Bereich Datenpflege.

Der Kreisfeuerwehrverband sei das Bindeglied zwischen den Feuerwehren, den übergeordneten Verbänden und den Kommunen, erläutert der Baunataler seine Aufgabe. Unter anderem organisiere der Verband Fortbildungen für Einsatzleiter und biete Seminare für die Kreisvorstände an. Vom Stellvertreter, der er vorher war, zum Vorsitzenden habe das Arbeitspensum noch mal deutlich zugenommen, berichtet er. Im November löste Damm den Vellmarer Wolfhard Eidenmüller an der Spitze des Verbandes ab.

„Im Kreisverband ist mir niemand bekannt, der bangen muss.“

Vorsitzender Norbert Damm

Auf den Wandel in der Altersstruktur der Bevölkerung zu reagieren, das bewertet Damm als wichtigste Aufgabe der Feuerwehren überhaupt. „Wir fördern deshalb die jungen Mitglieder“, sagt er. „Da müssen wir uns kümmern.“ Auch die Integration von jungen Leuten mit ausländischen Wurzeln in die Einsatzabteilungen der Städte und Gemeinden müsse vorangetrieben werden.

Die Nachwuchsprobleme in den aktiven Abteilungen sind laut Damm aber nicht so groß, dass einzelne Ortsteilwehren in ihrer Existenz bedroht seien. „Im Kreisverband ist mir niemand bekannt, der bangen muss“, betont der Rengershäuser. Auch aus dem hessischen Innenministerium gebe es keine Signale, dass finanzielle Unterstützung wegfalle.

Das Fortbestehen auch kleinerer Ortsteilwehren sieht Damm in erster Linie in den eigenen Händen. Dort sollten erst mal alle Mittel der Werbung ausgeschöpft werden, um junge Leute für die Arbeit der Feuerwehr zu gewinnen.

Und was macht Norbert Damm, wenn es mal nicht um Brandschutz geht? Viel Zeit bleibe nicht, sagt der 47-Jährige, „ansonsten kümmere ich mich um Haus, Hof und Garten“.

Von Sven Kühling

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