Einschulung: Zahl im Altkreis fast konstant – Schulweg abgehen

1102 Kinder am Start

Kreis Kassel. Die Aufregung bei den Sechsjährigen wächst, ihr großer Tag rückt näher: In der kommenden Woche kommen 1102 Jungen und Mädchen im Altkreis Kassel in die Schule. Sie werden in 28 Grundschulen in den 13 Kommunen im Altkreis Kassel eingeschult.

An welchem Tag der erste Schultag für die Kinder ist, das regeln die Schulen unterschiedlich. Um den Schulbeginn zu entzerren, ist es oft erst am Dienstag, andere Schulen empfangen die i-Dötzchen bereits am Montag.

Die Zahl der eingeschulten Kinder im Altkreis Kassel ist im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert. Im Jahr 2011 kamen 1105 Kinder in die Schule, in diesem Jahr sind es mit 1102 Kindern drei weniger. In den einzelnen Kommunen differieren die Zahlen allerdings erheblich.

So fangen kommende Woche an der Regenbogenschule in Lohfelden 80 Kinder ihre Schullaufbahn an, vor einem Jahr waren es nur 66 Kinder. In Nieste steigt die Zahl von 18 auf 26 i-Dötzchen. In den beiden Grundschulen in Ahnatal werden dagegen diesmal zusammen nur 50 Kinder eingeschult, vor einem Jahr waren es 81. In Baunatal ist die Zahl fast konstant; in den vier Grundschulen im Stadtgebiet werden dieses Jahr 228 Kinder aufgenommen, 2011 waren es 231 Kinder. Der neue Lebensabschnitt ist mit großen Veränderungen und Herausforderungen für die Kinder verbunden. Ein wichtiges Thema ist dabei der Schulweg. Kultusministerin Nicola Beer (FDP) hat alle Eltern aufgerufen, mit den Erstklässlern den Schulweg gemeinsam abzugehen und auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen.

Immer mehr Eltern wollen ihr Kind mit dem Auto direkt bis zur Schule bringen, Verkehrserzieher kritisieren diesen Trend zum Elterntaxi als ungünstig für die Selbstständigkeit der Kinder. Besser sei es, den Schulweg mehrmals in Ruhe abzugehen, dabei auf konkrete Gefahren hinzuweisen und auch mal die Perspektive der Kinder einzunehmen. Nur im regelmäßigen Training gewinne das Kind ausreichend Erfahrung und Sicherheit im Verkehr, heißt es.

Kreis zahlt 8 Mio. Euro

Für den Kreis Kassel ist die Schülerbeförderung ein großer finanzieller Posten. 8 Millionen Euro muss der Landkreis pro Jahr für Schüler aller Altersstufen auf den Tisch legen. Grundschüler erhalten eine Jahreskarte, wenn sie die nächstgelegene Schule besuchen und diese mehr als zwei Kilometer vom Wohnort entfernt ist. Das ist vor allem in Gemeinden der Fall, in denen es nur eine Grundschule für alle Ortsteile gibt; so werden die Kinder aus Eiterhagen und Wattenbach mit dem Bus zur Grundschule Wellerode gebracht. (hog)

Eine Infobroschüre „Sicher zur Schule“ hat das Polizeipräsidium in Kassel auf www.polizei.hessen.de/ppnh zum kostenlosen Download bereitgestellt.

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