Aktion Mensch unterstützt Vorhaben der Baunataler Diakonie Kassel – 72 Plätze für Behinderte betroffen

111.000 Euro für dezentrales Wohnen

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Baunatal. Für ihr Vorhaben, dezentrales Wohnen für behinderte Menschen statt Unterkunft in Heimen anzubieten, erhält die Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) Geld von der Aktion Mensch. 111.000 Euro wurden bewilligt.

Ziel ist, mit Unterstützung ambulanter Hilfen selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Der Verein Baunataler Diakonie Kassel will für Menschen in seinem Wohnverbund Nord kleinere Einheiten schaffen. Er will dafür zusätzlich Mitarbeiter einstellen, um das Vorhaben zu planen und umzusetzen. Davon profitieren sollen Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Landkreis Kassel, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Fünf neue Standorte

Langfristig sollen 72 von 133 Wohnheimplätzen in Hofgeismar und Grebenstein-Burguffeln in kleinere Einheiten abwandern. Die BDKS plant, an fünf neuen Standorten, etwa in Wolfhagen, Wohnprojekte mit zwölf bis 16 Plätzen und Betreuungsangeboten aufzubauen. Damit bekämen die Behinderten die Chance, stärker am gesellschaftlichen Leben in ihren Heimatorten teilzunehmen. Der Zuschuss wird möglich, weil sich 4,6 Millionen Menschen regelmäßig an der Aktion-Mensch-Lotterie beteiligen.

Das Dezentralisierungsvorhaben der Baunataler Diakonie Kassel stößt allerdings nicht überall auf Zustimmung. Eltern von Behinderten im Raum Hofgeismar/Grebenstein hatten die Verlegung von Plätzen kritisiert. Es wurde daraufhin vereinbart, dass ein gemeinsamer Beirat eine Lösung suchen soll. (ing)

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