Modernisierung hält Ausgaben stabil

1200 Baunataler Lampen leuchten mit LED - 350.000 Euro Kosten pro Jahr

Baunatal. Auch abends und nachts findet der Baunataler seinen Weg. Aber das hat seinen Preis: Nach Auskunft der Stadtverwaltung verschlingt die Beleuchtung der Stadt pro Jahr rund 350.000 Euro, da sind Verwaltungs- und Unterhaltungskosten noch nicht eingerechnet.

Mehr als 5500 Leuchten benötigen 1,7 Millionen Kilowattstunden Strom. Doch der Stromverbrauch wäre eigentlich noch viel höher, denn die neu hinzugekommenen Wohngebiete wie beispielsweise das Quartier am Obersten Heimbach wollen auch beleuchtet sein. Dass dennoch der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung stabil bleibe, liege an der konsequenten Modernisierung der Lampen, sagt Pressesprecher Thomas Briefs. Rund 1200 Leuchten seien bereits gegen energiesparende Leuchtmittel ausgetauscht worden. Mit einer jährlichen Stromeinsparung von rund 73.000 Kilowattstunden pro Jahr habe man die eigenen Modernisierungsziele sogar schon jetzt übertroffen. Das Bundesumweltministerium hat das Baunataler Umrüstungsprojekt bezuschusst.

Dabei gehen die alten Quecksilberdampflampen in Rente. Sie sind aufgrund europarechtlicher Vorschriften nur noch bis Ende dieses Jahres erlaubt.

In einer ersten Phase habe man diese Leuchtmittel gegen Natriumdampflampen ausgestauscht, sagte Erste Stadträtin Silke Engler. Dafür hat die Stadt laut Briefs zwar 31.000 Euro investiert. Das bringe aber eine jährliche Stromkostenersparnis von rund 20.000 Euro, erklärte Briefs. In einer weiteren Phase habe man für 16.000 Euro weitere 414 Leuchtmittel ausgetauscht, was 18.000 Euro Stromkosten pro Jahr spare.

Seit 2012 setzt Baunatal auf die neue Leuchtdioden-Technik (LED). 420 LED-Leuchten habe die Stadt bereits in Betrieb genommen. 2013 habe man in Altenbauna, Altenritte und Hertingshausen 225 alte Pilzleuchten gegen LED-Aufsätze ausgetauscht.

Das restliche Austauschprogramm mit einem Volumen von 50.000 Euro sei nun um ein Jahr auf 2014 vorgezogen worden, sagte Stadträtin Engler. Die Stadt prüfe jeweils sorgfältig, welche Technik man einsetze „Wir besuchen Messen und testen die Leuchten vorher“, erklärte Engler. Derzeit beobachte man die Entwicklung von Solarleuchten. Die könnten momentan aber an sonnenarmen Tagen noch nicht ausreichend Energie speichern.

Von Peter Dilling

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.