GSV wünscht sich mehr Geld von Baunatal – Rathaus: Forderung angemessen

138 000 Euro für Sportclubs

Sportförderung: Die Stadt Baunatal bezuschusst den Betrieb der Sportvereine. Die größte Unterstützung erhalten KSV und GSV Eintracht. Das Bild stammt aus der vergangenen Saison von einem Spiel der GSV-Handballer in der Rundsporthalle, die die Stadt 2009/2010 für 3,75 Millionen Euro modernisiert hatte. Archivfoto: Brandenstein

Baunatal. Claus Umbach, Präsident der GSV Eintracht Baunatal, forderte jetzt beim Neujahrsempfang des Vereins eine Überarbeitung der städtischen Förderrichtlinien für die Sportvereine. Ein stärkeres Gewicht müsse auf die Unterstützung jugendlicher Spitzensportler gelegt werden, sagte er. 10 000 bis 15 000 Euro mehr könnten für die GSV-Athleten schon sehr hilfreich sein. Wir fragten im Baunataler Rathaus nach, welche Summen die großen Sportvereine GSV und KSV bereits jetzt an Förderung aus Steuergeld bekommen.

138 000 Euro werden nach Angaben von Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) jährlich direkt aus dem städtischen Haushalt an alle Vereine weitergegeben. Dabei bekommt der GSV 36 400 Euro, der KSV rund 55 000 Euro aus dem Stadtsäckel in die Vereinskasse. Die jährlichen Zuschüsse, so Schaub, stellten sich nach einem Schlüssel jeweils nach jugendlichen und erwachsenen Mitgliedern auf, der so mit allen Sportvereinen einvernehmlich abgesprochen sei.

Nach Informationen der HNA bekommen die Vereine außerdem das Geld weitergereicht, das die Stadt aus Bandenwerbung einnimmt, sowie Aufwendungen für den Einsatz eigener Platzwarte erstattet.

80 Sportstätten

Parkstadion, Trainingsplätze, Rundsporthalle – die Vereine profitieren natürlich ferner von den Investitionen der Stadt in die 80 Sportstätten auf Baunataler Gebiet. Viele Anlagen sind in städtischer Hand. Der GSV Eintracht nutzt kostenlos die Kulturhalle in Großenritte als Sporthalle sowie den benachbarten Sportplatz Langenbergkampfbahn. Beide Anlagen will die Kommune aufwendig sanieren. Laut Schaub sind beide Umbauvorhaben bereits vom Stadtparlament beschlossen. Anstelle des jetzigen B-Sportplatzes werde 2014 ein Kunstrasenplatz gebaut. 40 000 Euro Planungskosten habe die Stadt 2013 im Haushalt eingestellt, 980 000 Euro sollen im nächsten Jahr für den Bau ausgegeben werden. Noch mehr Geld will die Stadt für die grundlegende Sanierung der Kulturhalle hinblättern. Sechs Millionen Euro seien in den nächsten beiden Jahren eingeplant, so der Bürgermeister. „Wir wissen natürlich noch nicht, ob das überhaupt reicht.“

Die Unterstützung der Arbeit der Sportvereine in Baunatal hält Schaub für angemessen. „Ich kann da kein besonderes Anspruchsdenken heraushören“, sagt er auf die neuerlichen Wünsche des GSV angesprochen. Natürlich ergäben sich immer mal wieder Notwendigkeiten, die die Stadt nicht alle abdecken könne. Und ganz grundsätzlich: „Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit der Vereine.“

Auch den finanziellen Einsatz für den Spitzensport sieht Schaub durchaus als städtische Aufgabe an. Schließlich müssten die Baunataler Vereine oftmals auf höchster Ebene mit kommerziell gesponserten Clubs anderer Städte mithalten, sagt er.

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Von Sven Kühling

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