Auszubildende bringen Lkw mit Spenden nach Transsylvanien

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Eon-Kollegen aus Deutschland und Rumänien: Johannes Böttner (von links), Attila Adorjani, Norbert Künzel, Thomas Braun, Marian Wingen, Vlad Deac, Alexander Gießler, Paula Nasalean, Marc Helfrich, Jonas Nolte und Erich Lukas.

Baunatal/Kassel. Zwei Jahre haben Auszubildende von Eon Mitte Kleidung, Spielzeuge, Fahrräder und ausrangierte technische Gerät gesammelt. Anschließend überbrachten sie die Hilfsgüter in Rumänien persönlich.

Vorher hatten sie mit einem vollgepackten Lkw 1800 Kilometer zu einem rumänischen Jugenddorf in der Region Transsilvanien zurückgelegt.

„Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit, von dem viele profitieren“, sagt Norbert Künzel, der bei Eon Mitte die Azubis betreut und zugleich Leiter des Eon Mitte-Jugenddorfes in Baunatal ist. Künzel hatte vor zwei Jahren die Idee, nicht nur Spenden für das Jugenddorf Domus in Rumänien zu sammeln, sondern die Aktion mit einer Reise dorthin Land zu verbinden.

„Die Bekleidung und die Gebrauchsgegenstände, die wir in Deutschland vielleicht weggeworfen hätten, können in Rumänen noch sinnvoll eingesetzt werden“, sagt Künzel. Im Jugenddorf Domus leben Jugendliche, die in Kinderheimen aufgewachsenen sind, alleinerziehende junge Müttern und behinderte Menschen.

„Einmalige Erfahrung“

„Die Reise war eine einmalige Erfahrung“, sagt Thomas Braun, der als Azubi von Eon Mitte zusammen mit Marc Helfrich, Marian Wingen, Alexander Gießler, Johannes Böttner und Jonas Nolte dem Aufruf von Norbert Künzel zur Reise nach Rumänien gefolgt war. „Es macht einen Unterschied, einfach nur anonym zu spenden oder selbst zu erfahren, für was man die ganze Zeit gesammelt hat.“ Zwei Tage mit Übernachtungen an der österreichisch-ungarischen Grenze sowie in Budapest waren nötig, bis das Ziel erreicht war. Die Leiter des Jugenddorfes hätten die Hilfsgüter mit Freude entgegen genommen, ihre Arbeit vorgestellt und die Besucher herumgeführt, berichten die Besucher, die dann auch in der Einrichtung übernachteten.

Geburtshaus von Dracula besichtigt

Eine Stippvisite bei Eon Rumänien in Targu Mures sowie eine Besichtigung des Geburtshauses des legendären Grafen Dracula standen ebenfalls.

Dass es sich um eine einmalige, erlebnisreiche und bereichernde Reise gehandelt hat, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Keiner habe bereut, seine Freizeit zu opfern und eine Woche frei zu nehmen, so ihr Fazit. Eon Mitte kam den Azubis dafür mit einem Tag Sonderurlaub für das Engagement entgegen. (nh/kes)

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