Zeugin: 20-jähriger Unglücksfahrer hat nicht gedrängelt

Söhrewald. Der am Donnerstagabend bei Wellerode schwer verletzte Autofahrer war bei seiner Unfallfahrt zu einer Alarmübung der Feuerwehr Wellerode unterwegs. Der 20-Jährige habe aber nicht riskant überholt und gedrängelt, sagte die von der Polizei zitierte Zeugin am Montag der HNA. 

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Sie widersprach damit der Darstellung der Ordnungshüter, die in ihrem Bericht vom Einsatz von Hupe und Lichthupe gesprochen hatten.

„Er hat uns nicht riskant überholt“, stellte die 42-jährige aus Wellerode gegenüber der HNA-Redaktion klar. „Er ist nur mit Warnblinker hinter uns hergefahren.“ Sie habe dies im Rückspiegel bemerkt und sei mit ihrem Wagen in die Bushaltestelle in der Ortsmitte von Wattenbach gefahren. Beim Vorbeifahren habe sich der 20-Jährige mit Handzeichen bedankt.

In Kommentaren im Internet haben Leser scharfe Vorwürfe gegen rasende Feuerwehrleute erhoben. Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel (SPD) weist diese Kritik zurück: „Das ist ein junger Mann, der helfen wollte und sich in der Feuerwehr freiwillig für andere Menschen engagiert.“ Die Fahrt zu einem Einsatz sei immer eine Gradwanderung: Die Feuerwehrleute müssten schnell genug sein, um rechtzeitig zu helfen, und langsam genug, damit nichts passiert.

Der 20-Jährige, der im Klinikum Göttingen liegt, ist laut Gemeindebrandinspektor Steffen Waitz auf dem Weg der Besserung. (hog)

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