Jobcenter des Landkreises Kassel zieht positive Bilanz für 2012 – Fast alle Fördermittel ausgeschöpft

2000 haben jetzt wieder Arbeit

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Erfolgreiche Vermittlung: Jobcenter bringen wie auch im Landkreis Kassel zusammen mit den Arbeitsagenturen Menschen wieder in Lohn und Brot.

Kreis Kassel. Fast alle Fördermittel ausgeschöpft und mehr als 2000 Menschen wieder einen Job verschafft: Eine positive Bilanz zieht das Jobcenter des Landkreises Kassel für das vergangene Jahr.

Ein Ergebnis, das gegen den bundesweiten Trend läuft. Denn die Bundesagentur für Arbeit gab deutlich weniger Fördermittel aus als veranschlagt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Knapp fünf Millionen Euro schüttete das Jobcenter des Landkreises Kassel 2012 an Fördermitteln aus. Die Folge, laut Pressesprecherin Daniela Voigt: „Während in den letzten Monaten des vergangenen Jahres die Zahl der Arbeitslosen bei den Agenturen wieder leicht anstieg, konnte das Jobcenter Landkreis Kassel bis zum Ende des Jahres die Zahl der Arbeitslosen verringern.“

Das schlug sich auch in der Entwicklung der Zahlen bei den sogenannten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nieder, die Hartz IV erhielten: Sie sank 2011 um 1048 und im vergangenen Jahr noch einmal um 221 und lag Ende 2012 bei 7795.

Das entlastet auch den Steuerzahler: Wurden im Kreis 2007 noch 31 Millionen Euro an Hartz-IV-Empfänger gezahlt, sank die Zahl 2010 auf 27 Millionen und lag 2012 nur noch bei 24 Millionen.

Die Aussichten des Jobcenters Landkreis Kassel für dieses Jahr sind nach Auskunft der Pressestelle dagegen „verhalten optimistisch“. Der Grund: Die Bundesregierung streiche 2013 bei den Jobcentern „Steuermittel in Milliardenhöhe“, davon sei auch der Landkreis betroffen.

Höherer Betreuungsbedarf

Habe man 2012 die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt noch für die Empfänger nutzen und viele von ihnen in reguläre Jobs vermitteln können, „wird diese Dynamik vermutlich stark nachlassen“, sagt Geschäftsführer Gregor Vick. Er rechnet damit, dass die Kundenzahl in diesem Jahr „relativ konstant“ bleibe, der Betreuungsbedarf aber ansteigen werde.

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