21-jähriger Neonazi: Kreis hofft auf Einsicht bei Azubi

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Kreis Kassel. Bei der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft Agil bemüht man sich weiterhin, einen 21-jährigen Neonazi zur Abkehr von dem rechtsextremen Gedankengut zu bewegen.

„Wir versuchen das über Gespräche", sagte Kreissprecher Harald Kühlborn am Donnerstag auf HNA-Anfrage.

Außerdem gebe es Übungen, mit denen dem jungen Mann aus Baunatal Toleranz beigebracht werden soll, so der Sprecher. „Wir beschreiten den Weg der Integration.“

Wie berichtet, hatte der 21-Jährige, der bei Agil zum Mechatroniker ausgebildet wird, wiederholt gegen Flüchtlinge gehetzt. Auf Facebook hatte er sich zudem als Anhänger der NPD geoutet. Die rechtsextremen Umtriebe des Auszubildenden waren bekanntgeworden, als dieser im Dezember 2014 seine Teilnahme an der Kagida-Demonstration in Kassel bekannt gab.

Rechtlich wäre es schwierig, den Ausbildungsvertrag mit dem Baunataler zu lösen - nach einer internen Prüfung des Falls durch die Kreisverwaltung ist sein Verhalten „nicht justitiabel“. Eine Trennung könnte somit nur im Einvernehmen erfolgen.

Am Arbeitsplatz sei der Mann nicht durch einschlägige Äußerungen aufgefallen, sagte Verwaltungssprecher Kühlborn. Die Ausbildung des Baunatalers laufe planmäßig weiter. (ket)

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