Zahl der Briefwähler von 9,9 auf 14 Prozent gestiegen – Rathaus zwei Tage dicht

Baunatal: 22 200 Bürger haben die Wahl

Chef gesucht: Bei der Wahl am Sonntag wird auch entschieden, wer in den nächsten sechs Jahren als Bürgermeister im Baunataler Rathaus das Sagen hat. Das Dienstzimmer befindet sich ganz oben unterm Dach. Archivfoto: Jünemann

Baunatal. 22 200 von fast 28 000 Baunataler Einwohnern sind aufgerufen, am Sonntag abzustimmen: Diese Wahlberechtigten können darüber befinden, wer ins Stadtparlament einzieht, wer Bürgermeister der VW-Stadt wird und wer im nächsten Kreistag Kassel-Land sitzt. Zudem steht die Entscheidung über eine Schuldenbremse im Land Hessen an.

14 Prozent der Baunataler Wahlberechtigten, nämlich 3067 Bürger, haben sich für Briefwahl entschieden – eine Reihe mehr als 2006. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren es am Ende 9,9 Prozent, berichtet Martin Glake, der die Wahl im Rathaus abwickelt. Die Frist für Briefwahl ging gestern Mittag zu Ende. Nur wer plötzlich erkrankt, kann noch bis Sonntag 15 Uhr im Wahlamt Unterlagen beantragen. Die eingetüteten Stimmzettel müssen dann bis 18 Uhr vorliegen, ebenso wie alle im Wahllokal ausgefüllten Zettel.

Die Baunataler SPD möchte ihre Mehrheit im 45-köpfigen Stadtparlament verteidigen, die anderen drei Parteien wollen sie ihr streitig machen. So setzte sich das Parlament bislang zusammen: • SPD 64,2 Prozent (29 Sitze). • CDU 28,6 Prozent (13 Sitze). • FDP 4,2 Prozent (zwei Sitze). • Grüne 3 Prozent (ein Sitz).

Auf jeden Fall anders als beim vorigen Urnengang 2005 wird die Wahl des Bürgermeisters ausgehen. Denn: Es gibt nun drei Bewerber. Zusätzlich zu Amtsinhaber Manfred Schaub (SPD), der damals mit 72,5 Prozent der Stimmen gewann, und Andreas Mock (CDU, 27,5 Prozent) tritt Edmund Borschel (Grüne) an. Interessant auch die Frage der Wahlbeteiligung: 2006 waren es 42,9 Prozent.

220 Helfer wickeln die Wahl in 23 Wahllokalen ab, berichtet Rathaus-Sprecher Roger Lutzi. Geändert hat sich gegenüber der Kommunalwahl 2006 nur eine Kleinigkeit: In der Baunsbergschule in Altenbauna wird jetzt im Neubau gewählt.

Erste Ergebnisse kann man am Sonntag ab 18 Uhr im Rathaus (Raum 119) erfahren. Ein Endergebnis wird es am Sonntagabend nicht geben, weil wegen des Wahlsystems mit Kumulieren und Panaschieren die Zeit zum Auszählen nicht reicht.

Daher werden 105 Bedienstete der Stadtverwaltung auch Montag und, sofern nötig, Dienstag zählen. Die meisten Dienststellen im Rathaus bleiben an diesen Tagen geschlossen. Das Servicezentrum im Rathaus mit dem Bürgerbüro und die Stadtwerke sind aber geöffnet. Falls indes das Auszählen schneller geht, werde das gesamte Rathaus Dienstag wieder offen sein, so Sprecher Lutzi. NÄCHSTE SEITE

Von Ingrid Jünemann

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