Bürgermeister-Kandidat Klaus Exner in Ihringshausen auf Werbetour von Tür zu Tür

Bürgermeister-Wahlkampf: SPD-Kandidat Klaus Exner auf Besuchstour

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Im Gespräch: SPD-Kandidat Klaus Exner (von links) im Wohnzimmer von Ingrid und Hans-Pieter Kühn.

Fuldatal. Auf Werbetour in Ihringshausen. An diesem Nachmittag ist der Gang von Haustür zu Haustür für Bürgermeisterkandidat Klaus Exner und seine Begleiter bei schwülwarmer Luft eine schweißtreibende Angelegenheit.

Der Sozialdemokrat nimmt es mit Humor: „Es ist die heiße Phase im Wahlkampf.“ Seit vier Wochen ist Exner in den Ortsteilen unterwegs, um sich den Wählern vorzustellen. Er schätzt, jeweils die Hälfte der Ortsteile Rothwesten, Simmershausen und Wahnhausen bereits abgeklappert zu haben sowie weite Teile von Ihringshausen. Bis zur Wahl am 9. September will er 3000 der über 6000 Haushalte Fuldatals „persönlich erreicht haben“.

Los geht die Drei-Stunden-Tour in der Straße Am Feldrain. Exner wird begleitet von den Genossen Hannelore Hesse und Artur Mandel, die in diesem Bereich Ihringshausens wohnen. „Es dient dazu, den Kontakt zu erleichtern“, sagt der Kandidat.

Bei Ingrid (74) und Hans-Pieter Kühn (76) ist dies nicht nötig. Die Wahlkämpfer werden ins Wohnzimmer gebeten. Vorstellen braucht sich Exner nicht. Bei einer Veranstaltung habe sie bereits gehört, was er als möglicher Bürgermeister alles machen wolle, sagt Ingrid Kühn.

Der Kandidat spricht die schlechte Finanzsituation der Gemeinde an, „sparen mit Augenmaß“ wolle er, „damit das soziale Leben nicht ganz kaputt gemacht wird“. Ganz im Sinne des Seniorenpaares, das sich als Sozialdemokraten outet. Und die parteiinterne Kandidatenentscheidung anspricht. Hans-Pieter Kühn bemängelt, „wie das mit der Stefanie gelaufen ist“. Stefanie Roß-Stabernack hatte sich ebenfalls als SPD-Kandidatin beworben. „Wir hatten den Luxus, zwei geeignete Kandidaten zu haben“, sagt Mandel. Die notwendige Wahl sei eindeutig ausgegangen.

Öffnet sich während der Tour eine Haustür nicht, steckt Klaus Exner eine Grußkarte mit seinen Wahlkampfthemen in den Briefkasten. Mehrfach trifft der Sozialdemokrat auf Parteifreunde. Auch denen sagt der Kandidat, was ihm wichtig ist, zum Beispiel „mehr Bürgermitwirkung“. Patenschaften für Grünflächen vor der Tür könnten übernommen werden.

„Sehr nett, dass sie vorbeikommen“, sagt Helga Heimrich (71), macht aber auch klar, dass der SPD-Mann nicht ihr Favorit ist. Aus einer Gegensprechanlage tönt klare Ablehnung, als Exner sagt, dass er sich „als Bürgermeisterkandidat kurz vorstellen“ wolle. „Da habe ich kein Interesse dran“, sagt ein Mann.

Andere wie Jutta (80) und Georg Kurz (82) wollen für den Wahltag „sämtliche Daumen drücken“. Auch Elvira Herpichs Stimme ist dem Sozialdemokraten am 9. September sicher. Seit ihrem 21. Lebensjahr habe sie keine Wahl ausgelassen, sagt die 81-Jährige. „Und nie die Partei gewechselt.“ MELDUNG LINKS

Info: www.klaus-exner.info

Morgen folgt ein Bericht über die Wahlkampftour von Karsten Schreiber (CDU).

Von Michael Schräer

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