Kommunen ziehen positive Bilanz des Konjunkturpakets II – Schulen waren der Schwerpunkt

42 Millionen für den Landkreis

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Hat auch profitiert: Die Grundschule Simmershausen ist nach den Umbauten auf dem neuesten Stand. Über die modernen Klassenräume im neuen Schulgebäude (Hintergrund) freuen sich Katharina (von links), Jonas und Justin.

Kreis Kassel. Wasserflecken an der Decke der Sporthalle, Sanitäranlagen, die noch aus den 60er-Jahren stammten, Umkleiden, bei denen die Farbe von den Wänden blätterte, und ein Eingangsbereich, der mehr abschreckte als einlud.

Die Grundschule Niedervellmar war nur eine von vielen Schulen im Altkreis mit Sanierungsbedarf.

Nach zweijähriger Laufzeit ziehen die Kommunen eine positive Bilanz über das Konjunkturpaket II des Bundes und ergänzende Programme der Länder. In Hessen sind Bauprojekte von über 2,6 Milliarden Euro angestoßen und zu 80 Prozent bezuschusst worden.

Saniert: Auch die Grundschule Niedervellmar - der Altbau stammt aus dem Jahr 1961 - kam in den Genuss von Fördermitteln.

Insgesamt 42,3 Millionen Euro sind aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land in den Landkreis Kassel geflossen, teilte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage mit. An die kreisangehörigen Kommunen flossen aus dem Konjunkturprogramm II 29,5 Millionen Euro. Größte Einzelpositionen waren laut Harald Kühlborn dabei Investitionen in Sportstätten, Verwaltungsgebäuden, Bürger- und Gemeinschaftshäuser und Kindertageseinrichtungen. Trotz aller Investitionen bestehe laut Kühlborn die Gefahr, dass das Land Hessen mit Blick auf das Programm weitere Abstriche an der Schulpauschale für die Schulträger in Hessen vornehme.

„Das führt zu größeren Problemen für eine nachhaltige Modernisierung unserer 75 Schulen und der über 50 kreiseigenen Schulsporthallen“, sagt Kühlborn. Dennoch: Der Finanzreferent des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. David Rauber, sieht das Paket als durchweg positiv: „Das Geld ist absolut vernünftig ausgegeben worden.“

Die Gemeinden hätten kaum noch Geld, um in die Infrastruktur zu investieren. „Der Investitionsstau ist enorm, beträgt sicher an die 15 Jahre.“

Da habe das Paket und das bundesweit einmalige hessische Sonderinvestitionsprogramm Schule und Hochschule, das allein mit 1,7 Milliarden Euro ausgestattet war, geholfen. (nh)

Hintergrund: Viele Projekte im Altkreis Kassel

Im Altkreis Kassel sind folgende Projekte mithilfe des Konjunkturprogrammes Schulen finanziert worden:

Grundschule Vollmarshausen, Baunsbergschule Altenbauna, Langenbergschule Großenritte, Regenbogenschule Lohfelden, Hermann-Schafft-Schule Fuldabrück, Eschenwaldschule Eschenstruth, Ernst-Abbe-Schule Oberkaufungen und die Grundschule Niedervellmar.

Weiterhin die Grundschule Wellerode, Schäferlandschule Helsa, Johann-Friedrich-Krause-Schule Breitenbach, Grundschule am Lindenplatz Bergshausen, Brüder-Grimm-Schule Rengershausen, Grundschule Heckershausen, Ludwig-Emil-Grimm-Schule Ihringshausen, Grundschule Niederkaufungen, Grundschule Sandershausen, Astrid-Lindgren-Schule Heiligenrode, Grundschule Simmershausen, IGS Kaufungen, Helfensteinschule Weimar und Herderschule Kassel. Gesamtinvestitionssumme: 33,05 Millionen Euro. (nh)

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