Hochwasserschutz: In Kirchbauna und Guntershausen werden 550.000 Euro investiert

Bach Mitten im Ort: Die Bauna fließt in Kirchbauna oft dicht an Gebäuden vorbei. Diese sollen durch die lokalen Bausteine besser geschützt werden. Archivfoto: Kühling

Baunatal/Schauenburg. 660.000 Euro investiert der gemeinsame Wasserverband von Baunatal und Schauenburg im nächsten Jahr in Hochwasserschutz und Verbesserung des Kanalsystems.

550.000 Euro werden für lokalen Hochwasservorhaben an der Bauna in den Stadtteilen Kirchbauna und Guntershausen eingesetzt. Das Geld wird beispielsweise dafür verwendet, Brücken anzuheben, das Bachbett aufzuweiten und Mauern zu erhöhen.

Diese Zahlen aus dem Haushalt des Verbandes für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz nannten jetzt Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU, Schauenburg) und Manfred Schaub (SPD, Baunatal). In den Orten gebe es eine Vielzahl von lokalen Vorhaben, die den Hochwasserschutz an der Bauna verbessern sollen, sagte Schaub. Zusammen mit den Grundstückseigentümern habe die Verwaltung bei Ortsterminen einen Katalog erarbeitet.

Die 550.000 Euro werden laut Schaub allerdings nur für den öffentlichen Bereich verwendet. Eine Förderung von privaten Projekten gebe es nicht. Die Vorhaben auf Privatgelände – etwa das Zumauern von Fenstern an der Bauna – müssten von den Hauseigentümern selbst getragen werden.

Neue Wege

Bei Kirchbauna sollen die Wege zum Dorfplatz neu geordnet werden, um die Bauna ins Ortsbild zurückzuholen. Ferner soll in Guntershausen die Mündung des Baches in die Fulda umgebaut werden. Beim Hochwasser Anfang Januar habe das Wasser des Flusses in den Bach zurückgedrück, so dass die Keller der ersten Häuser unter Wasser standen, berichtete Schaub.

Zudem könnte es sein, dass es in Guntershausen künftig nur noch zwei statt der jetzigen drei Brücken über die Bauna gebe, sagte Schaub. An den Bauwerken könnten sich nämlich Äste und Gestrüpp sammeln und das Wasser stauen. Die anderen Brücken, auch in Kirchbauna, sollen zum Teil angehoben werden. An einigen Stellen soll der Ort durch Wälle vor dem Wasser geschützt werden, an anderen Punkten soll dem Gewässer durch aufweiten des Bettes mehr Raum gegeben werden.

Die lokalen Bausteine aus den Orten sieht der Verband in Verbindung mit den vielen Einrichtungen zum Hochwasserschutz, die es bereits gibt. beispielsweise die Polder Katzenmühle und Schefferfeld bei Elgershausen und Altenritte.

Beim dem jüngsten Hochwasserereignis in der Region, Anfang Januar, hätten sich die bestehenden Bauten bewährt. Dass die Rentensionräume vollgelaufen seien habe verhindert, dass es zu Überflutungen kam.

Ursprünglich sollte mit dem weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes auch das Erscheinungsbild des Baches in den Dörfern verbessert werden. Zumnidest für Elgershausen, im Bereich der Langen Baunastraße, werde das nicht zu realisieren sein, sagte Ursula Gimmler. Dazu fehle einfach das Geld. Gimmler schätzt den Umbau des Bachbettes samt Café auf etwa eine Million Euro.

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