KWG fordert Informationen über Planung

A44-Ausbau: Harsche Kritik an Ministern

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Peter Ramsauer

Kaufungen. Im Zusammenhang mit der umstrittenen Planung für die Autobahn 44 im Lossetal übt die Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG) harsche Kritik an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und seinem hessischen Amtskollegen Florian Rentsch (FDP).

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Der offene Brief im Wortlaut (Pdf)

Rentsch antworte zwar auf „Hilferufe aus Kaufungen“, seine Schreiben seien aber „unverbindlich und deshalb nichtssagend“, heißt es in einem offenen Brief der KWG an die beiden Minister. Ramsauer antworte dagegen überhaupt nicht, schreibt KWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Höfgen. Dies empfänden die Menschen im Lossetal „als Missachtung ihrer Würde als mündige Staatsbürger“.

Florian Rentsch

Die künftigen Anrainer der Autobahn müssten unter den Konsequenzen einer Planung leiden, „die sie überhaupt nicht beeinflussen können“. Die KWG appelliert an Ramsauer und Rentsch: „Schalten Sie bitte von herrschaftlichem Handeln auf Dialog um.“ Eine Lösung werde nicht dadurch gut, indem man auf Gedeih und Verderb an ihr festhalte.

In der Diskussion über die A44 hatte die mit zwei Abgeordneten im Gemeindeparlament vertretene KWG schon einmal für Schlagzeilen gesorgt. Im Juni 2012 hatte sie 421 Protestpostkarten an Rentsch geschickt. Als Reaktion darauf hatte der aus Kaufungen stammende Minister zunächst eine Überprüfung der Trasse durch das Lossetal angekündigt, ruderte wenig später aber zurück. (ket)

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