Zugeständnisse an Kommunen – Demo am 14. Juni

A 44: Lösung für Umleitung in Sicht

Steffen Saebisch

Kaufungen / Helsa. Das Land Hessen nimmt die Forderungen der Kommunen bezüglich der Autobahnplanung im Lossetal offenbar ernst und hat heute in Kassel klargestellt, dass man an Lösungen interessiert sei.

„Eine Lösung, wie zukünftige Umleitungsverkehre außerhalb der Ortschaften geführt werden können, soll im Wege einer aktualisierten Prüfung entwickelt werden“, kündigte Staatssekretär Steffen Saebisch nach einem Gespräch im Kasseler Kreishaus in einer Pressemitteilung an.

Dabei spiele die Bereitschaft zur Übernahme der Baulast durch den Landkreis und die Gemeinden für die derzeit noch als Bundesfernstraße eingestufte B 7 eine wesentliche Rolle.

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Die SPD hatte im Mai die Bereitschaft signalisiert, über eine Übernahme der Baulast durch den Kreis und die Gemeinden Kaufungen und Helsa zu verhandeln. Wie Saebisch, Staatssekretär im hessischen Verkehrsministerium, weiter mitteilte, gewährleiste der derzeitige Planungsstand Lärmschutz durch die von Kaufungen abgerückte und ins Gelände eingeschnittene Trassenführung sowie durch zusätzliche Lärmschutzwände und Wälle, die über den Stand der früheren Planung des Jahres 2006 hinausgehen. Auch die Möglichkeit zum Erhalt des Trinkwasserbrunnens Kohlenstraße sei erarbeitet worden.

Ebenfalls überprüft werde, so der Vertreter des Landes, ob der Erhalt der Anschlussstelle Kassel-Ost möglich sei. Das fordern Kassel, Niestetal und Kaufungen, die bei dem bisher geplanten Wegfall der Anschlussstelle weit stärker mit Verkehr belastet würden.

Saebisch stellte klar, dass bei der Erarbeitung der Planunterlagen alle im Anhörungsverfahren von 2006 vorgetragenen und aktuell diskutierten Belange im Einzelnen geprüft werden.

„Wie Geheimsache“

Der Runde Tisch Kaufungen, ein Zusammenschluss von Gemeinde und örtlichen Initiativen gegen die A 44, hatte im Vorfeld seine Kritik an dem Verfahren noch einmal deutlich gemacht. Man erwarte mehr Klarheit und Informationen zum Planungsstand der A 44 im Lossetal.

„Bis heute wurden die Kaufunger Interessen weder in die Planungen einbezogen, noch wurde die Gemeinde an der aktuellen Planung des Autobahnprojekts beteiligt“, heißt es in einer Stellungnahme vom 28. Mai von Bürgermeister Arnim Roß als Sprecher des Runden Tischs. Von Hessen Mobil und dem Land Hessen werde „an der A-44-Planung wie an einer Geheimsache gearbeitet, ohne Beteiligung der betroffenen Bürger und Gemeinden“, so die Kritik. Man behalte sich vor, gegen die Planung vor Gericht zu ziehen.

Für Freitag, 14. Juni, 18.30 Uhr, ist an der Gesamtschule Kaufungen eine Demonstration gegen die A 44 angekündigt.

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