Postkartenaktion Unteres Lossetal

Autobahn 44: Verkehrsminister will Varianten prüfen

Protestpostkarte: Viele Kaufunger haben diese Postkarte an Verkehrsminister Florian Rentsch geschickt. Nun hat er geantwortet. Archivfoto: Ketteritzsch

Kaufungen. Die Kaufunger Bürger haben mit ihren Einsprüchen zum geplanten Trassenverlauf der A44 im unteren Lossetal beim Verkehrsminister Rentsch (FPD) Gehör gefunden. Der Minister sicherte jetzt in einem Schreiben eine Prüfung ihrer Einsprüche und eine neuerliche Abwägung der Trassenvarianten zu.

Viele Kaufunger – die genaue Zahl ist nicht bekannt – hatten sich an einer Postkartenaktion der Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG) beteiligt und ihren Protest gegen die Lossetrasse ans Ministerium in Wiesbaden geschickt. 5000 Postkarten hatte die KWG drucken lassen und im Juni großflächig im Ort verteilt. Nun kam die schriftliche Reaktion aus Wiesbaden in Form eines Briefs an die KWG.

„Wir waren überrascht von der Antwort“, sagte KWG-Vorsitzender Klaus Höfgen der HNA. Denn Verkehrsminister Rentsch äußerte darin nicht nur Verständnis für die Kaufunger Sorgen, sondern kündigte auch an, dass der geplante Verlauf der Autobahn nochmals umfassend überprüft werden soll.

Florian Rentsch

Das Verkehrsministerium als Planfeststellungsbehörde werde sich auch mit den verschiedenen Korridoren und Alternativtrassen noch einmal beschäftigen, schreibt der Minister. Dabei werde man auch untersuchen, inwiefern eine Trassenführung im Söhrekorridor im Hinblick auf Belange des Naturschutzes ausscheide. Die KWG wiederum gab in ihrem neuerlichen Antwortschreiben nach Wiesbaden ihrer Erwartung Ausdruck, dass das Verfahren ergebnisoffen geführt werde.

Die KWG fordert, die A 44 nicht durchs untere Lossetal zu bauen, sondern vom Autobahndreieck Kassel-Süd bis Helsa-Eschenstruth durch die Söhre zu führen. Kaufungen wolle sein gutes Trinkwasser und die saubere Luft erhalten und stimme einem Autobahn-Umleitungsverkehr durch den historischen Ortskern nicht zu, heißt es weiter. Eine Autobahn im Lossetal müsse – wenn sie schon unvermeidlich sei – wenigstens siedlungsfern gebaut werden. (hog)

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