700 Lastwagen täglich zu VW

A49-Ausbau: Besonderer Blick liegt auf Anschluss Baunatal-Mitte

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Blick aus der Luft: In der Mitte ist die A  49-Anschlussstelle Baunatal-Mitte zu sehen, rechts davon liegt das Original-Teile-Center von VW. Sämtlicher Lkw-Verkehr, auch zum Süd-Tor des VW-Werks, fließt über den Verkehrsknoten bei Kirchbauna.

Kassel / Baunatal. Das Land Hessen meldet den sechsspurigen Ausbau der A 49 zwischen Kassel und Baunatal für den Bundesverkehrswegeplan 2015 an. Das geschieht auch mit Blick auf die seit Langem geplante Erweiterung der Anschlussstelle Baunatal-Mitte am VW-Werk.

Diese ist veraltet und bereits jetzt häufig überlastet. Bis zu 700 Lastwagen und Transporter steuern das Werk und das benachbarte Original-Teile-Center (OTC) von Volkswagen an. Allein 150 Brummis sind in Richtung der neuen Umschlagstation für Material „Cross-Dock“ oberhalb des OTC unterwegs.

Verfahren beginnt 2014

Der Ausbau der Anschlussstelle solle gleich für eine später mal sechsstreifige Autobahn passen, erläutert Martin Weber, Referatsleiter im hessischen Verkehrsministerium. „Sonst müsste man die Brücken ja wieder abreißen, sollte der Ausbau kommen.“

Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) geht davon aus, dass das Planfeststellungsverfahren für den Umbau des Knotens bei VW Anfang 2014 beginnt.

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Auch die immer mal wieder überlegte Erweiterung der A 49 bei Kassel kommt mit den Plänen in die Diskussion. Die für das Land planende Behörde Hessen Mobil prüfe derzeit weitere Abschnitte, sagt Weber. Dazu gehöre der Teil zwischen dem Kreuz Kassel-West und Waldau, ergänzt Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus. Letztendlich entscheide der Bund über diese Vorschläge.

Niederzwehrens Ortsvorsteher Harald Böttger rechnet schon lange mit einer Zunahme des Verkehrs auf der benachbarten A  49. Schließlich soll die Trasse irgendwann an die A 5 bei Gemünden angeschlossen werden. Ein Teil der Lastwagen wird dann direkt über die A  49 Richtung Kassel rollen.

Den möglichen Ausbau auf sechs Spuren bei Kassel sieht Böttger mit gemischten Gefühlen. Die Verkehrsbelastung in den Stadtteilen werde steigen, sagt er. „Allerdings ist das die einzige Möglichkeit, an Lärmsanierung ranzukommen.“ Denn: Der Bund müsse bei einer Erweiterung aus eigenen Mitteln für Lärmschutz sorgen.

Übrigens: Es ist noch nicht so lange her, dass der Bund Geld in die Sanierung der Südtangente bei Kassel gesteckt hat. Im Jahr 2011 wurde die Fahrbahn der Stadtautobahn für neun Millionen Euro auf Vordermann gebracht.

Von Sven Kühling

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