Ausfahrt für eine Nacht

A 7: Eigene Ausfahrt für Windpark-Rotoren

Baustelle: Im Wald nördlich von Sandershausen laufen die Vorarbeiten für die Aufstellung der Windräder auf Hochtouren. Die Fundament- und Erschließungsarbeiten an der Alten Schanze werden vom Kasseler Bauunternehmen K. Emmeluth ausgeführt.

Niestetal / Söhrewald. Im Oktober werden jeweils 57 Meter lange Rotorblätter für die Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel an der Alten Schanze in Sandershausen und am Warpel in der Söhre angeliefert.

Der neue Windpark mit zwei Anlagen in Sandershausen und fünf Windrädern auf dem Gebiet der Gemeinde Söhrewald soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Vorbereitungen laufen

Die baulichen und logistischen Vorbereitungen für die Aufstellung der fast 200 m hohen Rotoren laufen an beiden Standorten auf Hochtouren. An der Schanze drehen sich in der Nachbarschaft bereits seit 1998 drei kleinere Windräder mit einer Gesamthöhe von 85 Metern.

Mit dem Windpark wird eine Nennleistung von insgesamt 21 Megawatt im Jahr angestrebt. Das sei nach Angaben der Städtischen Werke rechnerisch genug Strom, um künftig 17 000 Haushalte in Kassel mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen.

Die Anlieferung der neuen Rotoren ist eine logistische Herausforderung, sie erfolgt in beiden Fällen direkt über die A 7. Am Standort Sandershausen muss die Autobahn aus diesem Grund für eine Nacht geöffnet werden; von dort sollen die Schwertransporte dann durch den Wald direkt zur Baustelle fahren. „Eine Sondergenehmigung für die Öffnung der A 7 liegt uns jetzt vor“, sagte Dipl.-Ing. Roland Heibert von den Städtischen Werken der HNA.

Bei der Anlieferung zum Warpel könne man eine bestehende Behelfsabfahrt am Parkplatz Kiliansblick nutzen, sagte Heibert.

Die neuen Windkraftanlagen werden überwiegend auf vorgeschädigten „Kyrill-Flächen“ errichtet. Ihre Erschließung erfolgt über bestehende Waldwege, die zum Teil verbreitert und durchgehend mit Schotter abgesichert werden mussten. Lieferant und Aufsteller der Windräder ist das Unternehmen Vestas.

Serviceabteilung

Für die Wartung der Windräder planen die Werke den Aufbau einer eigenen Serviceabteilung. Einbezogen worden in das Projekt ist die Fotovoltaik-Freiflächenanlage am Sandershäuser Berg, die seit September 2012 Strom liefert. Die beiden Windkraftanlagen (das Investitionsvolumen beträgt rund 35 Millionen Euro) und der Solar-Park werden unter dem Dach einer Projektgesellschaft der Städtischen Werke gemeinsam betrieben.

An dem Vorhaben sollen sich auch die Energiegenossenschaften Söhre, Niestetal, Kassel und Kaufungen beteiligen können.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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