Arbeiten im Zeitplan

A7 bei Lohfelden: 40 Millionen Euro für zwölf Meter hohen Lärmschutz

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Dauerbaustelle: An der A7 bei Lohfelden werden bis zu zwölf Meter hohe Lärmschutzwände errichtet.

Lohfelden/Kassel. Die Autofahrer nervt’s, die Anwohner freut’s: An der A7 zwischen Lohfelden und Kassel werden bis zu zwölf Meter hohe Lärmschutzwände errichtet. Die Baustelle samt Fahrbahnverengung wird sich über einige Jahre hinziehen.

40,5 Millionen Euro investiert der Bund in den Lärmschutz auf der drei Kilometer langen Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Kassel-Mitte und der Ausfahrt Kassel-Ost.

Die Arbeiten auf der Ost-Seite bei Lohfelden laufen laut der Straßenbehörde Hessen Mobil nach Plan. Im ersten Abschnitt von Kassel-Mitte in Richtung Norden ist bereits eine lange Reihe der fünf Meter hohen Betonstützen zu sehen. Sie werden später die eigentliche Lärmschutzwand aus Sichtbeton tragen, die sich nochmal bis zu sieben Meter erhebt. Vor den Stützen wird eine Raumgitterwand aus Betonelementen und Erde errichtet, die mit Pflanzen bestückt wird.

Untergrund ungünstig

20 Arbeiter der Firmen Beck (Eschwege) und Strassing & Limes (Erfurt) sind zurzeit auf der Baustelle. Sie tragen Erdhügel ab, treiben die 274 Gründungspfähle bis zu 15 Meter tief in den Boden und gießen Betonfundamente.

„Der Untergrund ist ungünstig“, sagt Reinhold Rehbein von Hessen Mobil (früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen, ASV); der Lehm und Kies im Boden seien schlecht für die Standfestigkeit. Um die zu gewährleisten, wird massiv mit Stahl und Beton gebaut. Die Wand muss später gewaltige Kräfte aushalten, wenn etwa bei einem Gewitter starke Sturmböen gegen die zwölf Meter hohe Wand neben der Fahrbahn drücken.

Der Sichtbeton im oberen Teil der Schutzwand wird so gestaltet, dass regionale Bezüge sichtbar werden. Auf der Lohfeldener Seite soll eine Welle die Hügel und Berge von Söhre und Kaufunger Wald versinnbildlichen. Auf der Kasseler Seite wird die Silhouette von Herkules und Martinskirche sichtbar gemacht.

Bilder von der Baustelle

Lärmschutz an der Autobahn 7

Der Lärmschutz ist notwendig, um die Grenzwerte an Nordhessens meistbefahrener Straße einzuhalten. 80.000 Fahrzeuge sind hier heute täglich unterwegs; wenn die A44 durchgängig befahrbar ist, sollen es 106.000 Wagen sein.

Von Holger Schindler

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