Bürgerversammlung in Eschenstruth zu Straßenbeleuchtung und Schuldenabbau

Am Abend mit der Taschenlampe raus

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Peter Müller

Helsa. Aufgerissene Straßen, tiefe Gräben für neue Kanäle und Straßensperrungen: „Wir haben einiges mitgemacht, aber die Eschenstruther sind pflegeleicht“, sagte Wirtin Petra Klinge zu den umfangreichen Tiefbaumaßnahmen, die seit einiger Zeit zum Bild des Ortsteils gehören.

Ganz ohne Aufregung ging die Bürgerversammlung im Gasthaus „Zur Linde“ jedoch nicht über die Bühne. Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) und seine leitenden Mitarbeiter mussten sich der Bürger stellen. Einen Fragenkatalog der Siedlergemeinschaft Waldhof beantwortete der Verwaltungschef ausführlich.

Mit der Taschenlampe raus

„Meine Frau geht abends mit der Taschenlampe raus“, sagte Gerald Nolte (44), der in der Straße „Lange Wiese“ in Eschenstruth wohnt, Er beschwerte sich heftig über die fehlende Straßenbeleuchtung. Bauamtsleiter Volker Witzel berichtete von Lieferschwierigkeiten eines Subunternehmers. Schon am Tag nach der Sitzung konnte der Bürgermeister in diesem Punkt Entwarnung geben: „Die Lampen werden jetzt aufgestellt“, sagte Tilo Küthe der HNA nach einem Gespräch mit der Baufirma. Sinnvoll erscheint die Anregung, das unzutreffende Hinweisschild „Triftweg“ gegen die richtige Straßenbezeichnung („Trift“) auszutauschen. In St. Ottilien muss die Wasserversorgung neu geordnet werden, weil die 2,5 Kilometer lange Versorgungsleitung von Fürstenhagen marode ist. Gutachter haben vorgeschlagen, den Ortsteil künftig mit an den Hochbehälter in Eschenstruth anzuschließen. Das Projekt istmit einem Kostenaufwand von 530 000 Euro kalkuliert. Die Maßnahme sei für die Bürger und die Löschwasserversorgung gleichermaßen wichtig, sagte der Bürgermeister.

Peter Müller (46) kritisierte die zu hohe Verschuldung. „Wie wollen Sie die Schulden in Helsa abbauen, die sich durch den Saalankauf noch erhöhen?“ fragte der Eschenstruther. Ein Schuldenabbau sei nur möglich, wenn die Ausgaben unter den Einnahmen liegen, sagte Bürgermeister Küthe. Die Gemeinde kaufe den Saal am Gasthaus „König von Preußen“, weil er gebraucht werde.

Die Waldhof-Siedler müssen auf die Erneuerung von Straße und Gehweg noch warten, weil andere Maßnahmen in der Gemeinde Vorrang haben. Sobald das Leitungsrecht vorliege, soll zunächst der Kanalbau abgeschlossen werden, sagte der Verwaltungschef. Für ihre Hausanschlüsse erhalten die Siedler jetzt Preisangebote. Reinhard Momberg aus Waldhof schlug vor, eine beschädigte Kastanie auf dem Spielplatz zu fällen. (ppw)

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