36 Pilger starteten mit zur Etappenwanderung auf Jakobsweg

Sind auch alle da? Pfarrer Günter Törner (von links) begrüßte alle Pilgerfahrer persönlich, wie hier im Bus Petra Kepper, Arnim Heyden und Ute Strecha. Fotos:  Dilling

Baunatal. Es ist Samstagmorgen, noch dunkel und kalt. Heidi Hirdes aus Baunatal reicht Günter Heinz ihren Koffer, der ihn zu den übrigen Gepäckstücken im Transporter stellt. Um ihn herum sind nur fröhliche Gesichter. Hirdes strahlt auch.

Sie gehört zu den 36 Pilgern, die sich an der Gethsemane-Kirche auf rund 300 Kilometer und zwei Wochen durch das Rhône-Tal auf dem Jakobsweg freuen.

Hirdes und die übrigen Pilger warten auf den Bus, der sie zum Startpunkt im schweizerischen Lausanne bringen soll. „Ich habe mir extra ein Regencape besorgt“, sagt sie. Die Baunatalerin rechnet mit nicht so gutem Wetter. Die Witterung sei aber nicht so wichtig. „Schweigend mit anderen durch den Wald zu gehen und singend in einen fremden Ort einzulaufen, das sind schöne Erlebnisse, sagt Hirdes“, die zum dritten Mal dabei ist.

Elke Brandau aus Kassel hat schon große Erfahrung auf dem Jakobsweg. Vor drei Jahren habe sie ihn auf einer Strecke von 800 Kilometern erwandert, berichtet die Ärztin. Sie habe sich nun kurz entschlossen, um von ihrem Beruf abzuschalten. Das Handy bleibt zu Hause.

Die Pilger werden auf Campingplätzen, in Herbergen, Hallen und sogar einem Schloss übernachten. Beten, singen, im Zelt gemeinsam frühstücken und Menschen entlang der 13 Etappen kennenlernen, das steht auf dem Programm. „Einfach leben“ laute das Motto der Tour, sagt Pfarrer Günter Törner, der die Gruppe anführt. Das klinge einfach, sei es aber nicht. „Das ist ein Angebot an die Teilnehmer, Vorschriften oder Regeln gibt es nicht“, sagt er.

Von Peter Dilling

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