Niester Etat 2011 nur noch knapp im Plus - Förderung für Vereine und Jugend unverändert

Abwasser wird 40 Cent teurer

Nieste. Die Niester Bürger müssen sich auf höhere Abwassergebühren einstellen. Der Preis für die Entsorgung von einem Kubikmeter wird im kommenden Jahr um 40 Cent auf 3,20 Euro steigen. Das sieht der Entwurf für den Gemeindehaushalt 2011 vor, den Bürgermeister Edgar Paul (SPD) am Montagabend den Gemeindevertretern vorstellte. Notwendig wird die Erhöhung, weil sich die Gemeinde mit 350 000 Euro an der Sanierung der Kläranlage in Staufenberg beteiligen muss, in der die Abwässer aus Nieste aufbereitet werden.

„Ein ganz spartanischer Haushalt.“

Bürgermeister EDGAR PAUL (SPD)

Nieste schrammt im kommenden Jahr nur knapp an einem Defizit vorbei. Der Etatentwurf des Bürgermeisters sieht ein Plus von lediglich 2866 Euro vor. Der Überschuss ist allerdings von großer Bedeutung. Geriete die Gemeinde in die roten Zahlen, stünden Zuschüsse für Vereine und die Jugendförderung im bisherigen Umfang zur Disposition. So bleibt laut Paul erst einmal alles beim Alten. Das gilt - abgesehen von den Abwassergebühren - auch für sämtliche Gebühren und Abgaben.

Beim 2011er-Haushalt, der ein Volumen von 2,3 Millionen Euro hat, schnalle man den Gürtel erneut ganz eng. Entsprechend gering fallen die Investitionen aus. Größter Posten neben den 350 000 Euro für die Kläranlage ist die Instandsetzung der Kanalisation. Auch im kommenden Jahr werden dafür wieder 30 000 Euro ausgegeben. Für 24 000 Euro wird die Heizung der Feuerwehr erneuert und auf Gasfeuerung umgestellt. 11 000 Euro gibt die Gemeinde für einen neuen Rettungssatz aus, bestehend aus Trennschere, Spreizer und Motorpumpe. Für Umbauten, die die Wehrleute in Eigenleistung erledigen, fließen 5000 Euro. Bei der Gewerbesteuer kalkuliert die Gemeinde mit der gleichen Summe wie in diesem Jahr: 180 000 Euro.

Von Peter Ketteritzsch

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