Landmaschinenfreunde Espenau zeigten Kartoffelernte auf Gut Winterbüren

Ackern mit dem Porsche

Ausgraben: Adolf Krug sitzt am Steuer seines Fendt, Jürgen Mantel behält den Kartoffelroder im Blick. Im Hintergrund warten die Erntehelfer schon auf ihren Einsatz. Fotos: Schilling

Fuldatal/Espenau. Adolf Krug sitzt am Steuer seines alten Schleppers. Mit einem gleichmäßigen Tuckern fährt der Fendt über das Feld und zieht einen Kartoffelroder hinter sich her. Meter um Meter gräbt die Maschine die Erde um und dabei jede Menge Kartoffeln aus. Darauf haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft Historische Landmaschinen Espenau nur gewartet. Mit Körben und Kisten in den Händen verteilen sie sich auf dem Acker und sammeln die Erdäpfel ein. Kartoffelernte mit alten Maschinen und nach altem Brauch - das stand am Wochenende auf Gut Winterbüren auf dem Programm.

„Voriges Jahr haben wir einen historischen Feldtag organisiert. Dieses Mal wollten wir in kleinerem Rahmen die Kartoffelernte zeigen“, erklärt Matthias Vogel von der Interessengemeinschaft. Acht Reihen der Sorte Selma haben er und seine Mitstreiter im Frühling gepflanzt. Den Acker hat Thomas Bouwman, Betriebsleiter des Gutshofes Winterbüren, zur Verfügung gestellt. „Wir bauen für den Eigenverbrauch immer Kartoffeln an“, sagt Bouwman, der Mitglied der Interessengemeinschaft ist. Auch Sohn Til gehört dazu und ist mit 16 Jahren der Jüngste in der Runde. „Das ist eine tolle, bunt zusammengewürfelte Truppe“, sagt Matthias Vogel. „Es geht um die Gemeinschaft. Wir treffen uns etwa alle vier Wochen und besuchen auch befreundete Vereine“.

Zur Kartoffelernte waren Familienmitglieder und Freunde gekommen. Sie halfen beim Auflesen der Erdäpfel und machten es sich rund um die Feldscheune von Gut Winterbüren gemütlich. Dort standen Kaffee und Kuchen bereit, aber auch frisch vor Ort gebackener Flamm- und Speckkuchen.

Jürgen Waldeck hatte auf einem Anhänger einen Backofen mitgebracht, gezogen von seinem Hanomag R 460 aus dem Jahr 1961. Der glänzte trotz seines Alters wie neu. „Das ist eben die Leidenschaft die man hat - die Fahrzeuge wieder in den Auslieferungszustand zu versetzen“, sagt Waldeck, der über 20 Schlepper sein Eigen nennt.

Auch Karl-Heinz Dombeck schwärmt für historische Landmaschinen. Er war mit seinem roten Schlepper der Marke Porsche zur Kartoffelernte gekommen und freute sich: „Einen Porsche hat hier sonst keiner“, stellte er schmunzelnd fest.

Von Meike Schilling

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