Adresse aus eigener Liste

SPD-Unterbezirksvorsitzender Uwe Schmidt über den Brief an Vereine

Die SPD hat im Vorfeld der Kommunalwahl ein Schreiben mit der Bitte um Unterstützung an Vereinsvorsitzende im Landkreis verschickt. Zum Beispiel an den CDU-Mandatsträger Dietmar Persch aus Fuldatal.

Der ist allerdings seit 2010 nicht mehr Vorsitzender des Musikzuges im TV Simmershausen, und die Anschrift auf dem SPD-Brief gilt nach seinem Umzug innerhalb Fuldatals 2007 nicht mehr. Was dem SPD-Unterbezirk bekannt sei, sagt Persch. Der vermutet, dass auf alte Adressenbestände des Landkreises zurückgegriffen wurde.

Herr Schmidt, hat der SPD-Unterbezirk Adressen aus dem Bestand des Landkreises für Parteiwerbung genutzt?

Uwe Schmidt: Nein.

Woher stammt denn die veraltete Anschrift von Dietmar Persch?

Schmidt: Aus einer selbst erstellten Adressenliste, die über Jahre zusammengetragen wurde. Offensichtlich ist sie nicht auf dem neuesten Stand. Herr Persch wurde, auf eigenen Wunsch, bereits daraus entfernt.

Halten Sie es nicht für peinlich, mit dem Schreiben einen CDU-Mandatsträger um seine Stimme für die SPD zu werben?

Schmidt: Nein. Herr Persch erhielt unser Schreiben als vermeintlicher Vorsitzender des Musikzuges des TV Simmershausen und nicht als CDU-Mandatsträger. Die politische Zugehörigkeit ist dabei nicht von Bedeutung. (mic) Foto: Archiv/nh

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