23 Jubilare feierten ihre Goldene Konfirmation in der Großenritter Kreuzkirche

Älter, aber noch kein altes Eisen

Goldene Konfirmation in Großenritte: Rudi Guth (vorn von links), Irmgard Brede-Brandl, Elfriede Seipel-Kauffeld, Ursula Eskuche-Bartelmei, Ingeborg Thomsen-Hempel, Claudia Fröhlich-Möller und Anneliese Glaeske-Hempel, Willi Rittiger (zweite Reihe von links), Heinz Hofmeister, Dieter Nordmann, Horst Kreher, Ingrid Zimmermann-Kemper, Bernd Hempel, Dieter Cnyrim, Ute Wicke und Pfarrerin Ulrike Joachimi, Heinz Jakob (hinten von links), Dieter Leck, Reinhard Schnittger, Heinz Hartmann, Karl-Heinz Spangenberg, Jürgen Gibhardt, Reinhard Hellmuth und Fred Thomas. Foto: Junker

Baunatal. Den weitesten Weg legte Anneliese Glaeske-Hempel zurück. Sie reiste knapp 2500 Kilometer aus ihrer derzeitigen Heimat Portugal zur Goldenen Konfirmation nach Großenritte.

Am Sonntag trafen sich 23 ehemalige Schulkameraden in der Kreuzkirche, um gemeinsam mit Pfarrerin Ulrike Joachimi dieses Fest zu feiern. Die Gruppe fröhlicher Menschen freute sich über dieses Treffen.

„1961 waren wir 41 Konfirmanden aus den Jahrgängen 1946 und 1947“, berichtet Jürgen Gibhard. Die meisten von ihnen blieben in der Region, also in Baunatal, Schauenburg, Kassel und leben heute noch hier.

Von Nachkriegszeit geprägt

In ihrer Predigt erinnerte Pfarrerin Joachimi auch an den 66. Jahrestag des Kriegsendes, denn immerhin wurde die Kindheit der Jubilare durch die Nachkriegszeit geprägt. Aber Erinnerungen an die Zeit der Konfirmation - Heinz Jakob winkt ab: „Da müssen Sie die Mädchen fragen, die behalten so etwas besser.“

Die umstehenden Frauen lachen, denn aus dem Mädchenalter sind sie lange heraus. „Der größte Unterschied ist - früher waren wir jünger“, sagt Claudia Fröhlich-Möller.

„Ich fühle mich überhaupt nicht so alt. Aber jedesmal, wenn ich versuche, mir die Anzahl der gelebten Jahre vorzustellen, bekomme ich einen Riesenschreck“, erzählt Anneliese Glaeske-Hempel. Das seien doch schon etliche Jahre mit vielen Erlebnissen.

Jürgen Gibhardt stimmt ihr zu, ergänzt jedoch: „Zum alten Eisen gehören wir aber noch lange nicht.“ Die Goldene Konfirmation sei ein würdiger Jahrestag, aber wehmütige Gedanken löse das nicht aus. (pcj)

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