Ostring-Nord in Bergshausen: Kanal soll 2012 erneuert werden, Fahrbahn erst später

Ärger über marode Straße

Tiefe Schlaglöcher: Der nördliche Teil des Ostrings in Bergshausen ist in einem schlechten Zustand. Anwohner klagen über Schlaglöcher und tiefe Risse im Belag. Als ersten Schritt will die Gemeinde im kommenden Jahr die Kanalleitungen erneuern. Foto: Schindler

Fuldabrück. Der südliche Teil des Ostrings in Bergshausen wurde vor zwei Jahren von Grund auf saniert, jetzt im November wurde auch die anschließende Crumbacher Straße ausgebessert. Und was ist mit dem nördlichen Teil des Ostrings? Das wollen Anwohner an der Kreuzung Röthestraße wissen, die unter dem erkennbar schlechten Zustand der Straße leiden.

Tiefe Schlaglöcher, Risse und zahlreiche Asphaltflicken strapazieren seit Langem die Nerven von Autofahrern und Anwohnern. „Wenn der Bus oder ein Lastwagen über die Schlaglöcher fährt, sitzen wir senkrecht im Bett“, sagt ein Bewohner eines der Mehrfamilienhäuser am Ostring-Nord.

„Die Gemeinde sollte lieber die Straße dort sanieren, wo der meiste Verkehr fließt – das ist der Ostring-Nord“, meint ein anderer. Hier liegen die großen Einkaufs- und Möbelmärkte, aber auch die Lastwagen für Ausstattungsfirmen und den Dachdeckereinkauf müssen den Abschnitt passieren.

„Da müsste mal eine Fachfirma kommen“, meint ein Besucher des Kiosks an der Kreuzung Ostring/Röthestraße. „Wenn die Gemeindearbeiter das ausbessern, das reicht nicht aus.“

Das sieht Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) im Prinzip genauso. „Da muss etwas passieren, wir sind da auch dran“, sagt der Verwaltungschef. Man habe bereits intern eine Planung erstellt, die noch nicht öffentlich gemacht wurde. Danach soll als erster Schritt im kommenden Jahr die Kanalleitung im Ostring-Nord erneuert werden. Das Geld dafür ist im Entwurf des Gemeindehaushalts 2012 vorgesehen, den Bürgermeister Lengemann in der nächsten Parlamentssitzung am 1. Dezember (20 Uhr, Rathaus) vorstellen wird. Die Entscheidung über das Bauprojekt müssen die Gemeindevertreter treffen. Wenn sie, erwartungsgemäß, grünes Licht geben, werden auch die Anwohner beteiligt.

Zwei Millionen Euro

Als nächsten Schritt sieht Lengemann die grundhafte Erneuerung des Ostring-Nord in den Folgejahren. „Die Tragschicht ist zu dünn, die kann man nichts reparieren“, meint Lengemann. Die Straße müsse vollkommen neu aufgebaut werden. Da die Straße lang und auch sehr breit ist, sind die erwarteten Kosten sehr hoch. Mit zwei Millionen Euro rechnet Lengemann für den Straßenbau. Man strebe die Förderung durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz an, der Ostring sei bereits für Fördermittel angemeldet, sagt der Bürgermeister.

Von Holger Schindler

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