Vellmarer geht für ein Jahr nach Kamerun und hilft freiwillig an einer Schule aus

Afrika als großes Ziel

Vorfreude: Ab Mitte August wird Max Mosig ein Jahr in Kamerun verbringen. Der Abiturient aus Vellmar wird dort an einer Schule in den Fächern Informatik und Englisch aushelfen und das Nachmittagsprogramm für Kinder gestalten. Foto: Ziemann

Vellmar. „Was studierst du nach dem Abitur?“, ist eine Frage, die Max Mosig seit vielen Jahren gestellt wurde. Seine Antwort war immer dieselbe: „Keine Ahnung, ich gehe nach Afrika.“

Jetzt ist sein lang ersehntes Ziel in greifbarer Nähe. Mitte August geht der 19-Jährige für ein Jahr nach Kamerun. In Bali, einer 32 000-Einwohner-Stadt im Nordwesten des Landes, wird er bei der Organisation CAMAAY (Cameroon Association of Active Youth) freiwillig tätig sein und an einer Schule in den Fächern Informatik und Englisch aushelfen. Außerdem wird der Vellmarer das Nachmittagsprogramm für die Schulkinder gestalten, unter anderem will er einen Fußballclub gründen.

„Afrika ist seit der Mittelstufe mein großes Ziel“, sagt Mosig. „Seitdem haben sich meine Hobbys und Interessen zwar gewandelt, aber der Wunsch, nach Afrika zu gehen, ist immer geblieben.“

Organisator seiner Reise ist der Internationale Bund (IB), der zahlreiche Auslandsprojekte anbietet.

Seit März besuchte Mosig regelmäßig verschiedene Seminare zur Vorbereitung seiner Reise, in denen Themen wie Moral und Ethik, Vorurteile und Rassismus behandelt wurden.

Jetzt sind es nur noch wenige Tage, bis der Vellmarer am 17. August ins Flugzeug steigt und zum Schwarzen Kontinent reist. „Für mich ist es ein großes Privileg, dass ich dort freiwillig arbeiten und die Kultur kennenlernen darf“, sagt der Abiturient.

Um sein großes Ziel zu verwirklichen, musste Mosig ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und gewisse Voraussetzungen erfüllen: Gute Englischkenntnisse und schon geleistete ehrenamtliche Arbeit waren unter anderem Bedingungen. Da Mosig bei den Sommerferienspielen in Vellmar mitarbeitet, Nachhilfe in Englisch und Mathe gibt und die Juleika (Jugendleiterkarte) besitzt, konnte er die Voraussetzungen erfüllen. So hat er eine der 110 Stellen des Projekts „weltwärts“ bekommen, auf die sich 600 Freiwillige beworben hatten.

Um seinen Aufenthalt in Kamerun zu finanzieren, hat Mosig einen Förderkreis gegründet.

Studieren möchte der 19-Jährige nach seinem freiwilligen Jahr in der Heimat.

„Ich möchte das Privileg nutzen, in Deutschland studieren zu können und später mein erworbenes Wissen im Ausland nutzen“, erklärt Mosig.

Auf seinem Blog „thisiscameroon.blogspot.com“ wird Mosig regelmäßig Einträge zu seinen Erfahrungen und den Geschehnissen in Kamerun schreiben und Bilder veröffentlichen.

Von Theresa Ziemann

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