Arbeiten im Bereich Casselbreite weit fortgeschritten – Rasenallee: Verkehr rollt über Behelfsumfahrung

Casselbreite: Neuer Bahnübergang im Testlauf

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Nachjustieren: Stefan Eichardt von der Fachfirma Scheidt und Bachmann aus Mönchengladbach kontrolliert, ob das Lichtzeichen am neuen Bahnübergang Casselbreite / Auf der Lieth jetzt gerade hängt.

Ahnatal. Ein gelbes Licht blinkt, ein akustisches Signal ertönt. Dann springt die Ampel auf Rot, langsam senkt sich die erste Schranke. Technische Abnahme des neuen Bahnübergangs Casselbreite /Auf der Lieth in Heckershausen. Seit Anfang der Sommerferien war an dem Übergang gearbeitet worden, jetzt ist er fertig.

Zum Wochenende hin werde die Schrankenanlage in Betrieb genommen, sagt ein Sprecher der Bahn AG in Frankfurt. Für den Straßenverkehr aber noch nicht freigegeben, denn an den Fahrbahnen zu beiden Seiten der Gleise wird noch gearbeitet. Ab Montag, 8. August, rollen aber Kurhessenbahn und Regiotram wieder über die Schienen zwischen Obervellmar und Weimar. Der Busersatzverkehr entfällt.

Behelfsumfahrung

Montag startet auch ein neuer Abschnitt beim Ausbau der Regiotram-Strecke. Die Unterführung der Rasenallee wird in Angriff genommen. Daher rollt zum Wochenende bereits der Verkehr über die Behelfsumfahrung, die östlich der Straße angelegt wurde.

Und in deren Verlauf über einen neu eingerichteten Übergang über die Bahnstrecke. Dessen Technik sei ebenso in das System für den Fahrbetrieb ab Montag integriert wie der Übergang Casselbreite / Auf der Lieth, sagt der Bahnsprecher. Nur ist Letzterer deutlich aufwendiger.

Statt der alten Andreaskreuze auf dem einige Meter östlich gelegenen früheren Übergang verfüge der neue über eine von der Fahrbahn getrennte Querung für Fußgänger und eine technische Sicherung. Vollschranken und Lichtzeichenanlage sind mit dem Stellwerk in Kassel verbunden. Ein Zug könne erst den Bereich befahren und bekomme das entsprechende Signal, wenn der Übergang für Verkehr und Fußgänger gesperrt sei.

Zusätzlich wurde eine Gefahrraum-Überwachung installiert. Mittels Radartechnik an der einen Schranke und drei Reflektoren an den weiteren Eckpunkten wird der komplette Raum innerhalb der Schranken gescannt. Sollte ein Fußgänger oder ein Fahrzeug durch die geschlossenen Schranken auf den Schienen eingeschlossen sein, „würde kein Zug fahren können“, sagt der Bahnsprecher.

Die neue Technik mit den installierten Sicherungen hänge auch damit zusammen, dass nach dem Ausbau der Strecke mehr Züge und mit höherer Geschwindigkeit fahren können. Bisher rollten die Schienenfahrzeuge, die sich per Pfeifton ankündigten, mit maximal 60 km/h über den unbeschrankten Übergang. Künftig könnte die Kurhessenbahn, die an der Casselbreite nicht hält, mit 100 km / h in diesem Bereich fahren, heißt es seitens der Bahn.

Bevor der neue Übergang komplett freigegeben wird, erfolge noch ein Testlauf von einer bis zwei Wochen. Am Montag, 22. August, sollen aber auch die Straßen zu beiden Seiten der Schienen fertig und das Wohngebiet „Auf der Lieth“ für den Verkehr über die Straße Casselbreite erreichbar sein.

Anschließend wird laut Bahnsprecher weiter an dem zweiten Gleis, an den Lärmschutzwänden und dem neuen Haltepunkt gearbeitet.

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