Die DRK-Ortsvereinigung Ahnatal erhielt einen Gerätewagen

DRK Ahnatal: Neues Fahrzeug motiviert Retter

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Übergabe: Zugführer Dennis Heer (von links), Gruppenführer Frank Günther, Hendrik Hödl, Gruppenführer Maximilian Schmidt, Jan-Niklas Glusa, Reiner Lampe und Sabrina Lensing nehmen das neue Fahrzeug in Empfang. 

Ahnatal. Als Mitglied der Medizinischen Task Force (MTF) 34 am Standort Stadt und Kreis Kassel spielt die Ortsvereinigung Ahnatal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine zentrale Rolle, wenn es um die Hilfeleistung bei Katastrophen oder großen Behandlungsplätzen geht. Großes Defizit  war bisher der 23 Jahre alte Gerätewagen.

Dieser hatte mit 72 PS für 4,6 Tonnen kaum die nötige Leistung, um schnell am Behandlungsplatz zu sein.

Dies hat sich nun geändert. Denn die Ahnataler Ortsvereinigung erhielt einen von sieben neuen Gerätewagen Sanität, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe jüngst übergeben wurden.

„Die Fahrzeuge sorgen innerhalb der Bereitschaft für einen Motivationsschub. Endlich können wir einwandfrei die Aufgaben erledigen, die von uns verlangt werden“, freute sich Bereitschaftsleiter Dennis Heer. Erstmalig bekamen die Retter die Möglichkeit, an der Fahrzeugplanung mitzuwirken. „Das Konzept ist schlüssig und entspricht den gestiegenen Anforderungen der letzten 20 Jahre. Wir sind mit der Ausstattung sehr zufrieden“, sagt Heer.

Wichtige Ausstattung: Zugführer und Bereitschaftsleiter Dennis Heer mit einem Beatmungsgerät, das in dem neuen Gerätewagen untergebracht ist.

Rundumbeleuchtung, ein beheizbares 42 Quadratmeter großes Zelt, zeitgemäße medizinische Ausrüstung für den Behandlungsplatz mit moderner Ausstattung wie speziellen Tragen für Wirbelsäulenverletzungen, sogenannte Spineboards, und 560 Litern Sauerstoff sorgen für eine angemessene technische Unterstützung der Hilfeleistung.

Ausgelegt ist das Fahrzeug als Bestandteil eines Behandlungsplatzes, der 50 Patienten in einer Stunde ärztlich versorgt und deren Transport organisiert oder 50 Patienten für zwei Tage behandelt und pflegt. Das Konzept für den Betrieb eines solchen Behandlungsplatzes wird derzeit in Kassel entwickelt, das einer von zwei MTF-Pilotstandorten ist.

Neben der MTF kommt das Fahrzeug auch im zweiten Sanitätszug Kreis Kassel zum Einsatz, in dem neben Ahnatal die Bereitschaften aus Lohfelden, Söhrewald und Kaufungen integriert sind. Der Gerätewagen dient beispielsweise als Standort für Behandlungen, ist eine autarke Unfallhilfsstelle, kommt im Rettungstrupp zum Einsatz und kann vorgelagert vor Krankenhäusern eingesetzt werden.

„Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen“, meint Gruppenführer Maximilian Schmidt. Zunächst wird es allerdings Aufgabe sein, das Rotkreuzhaus im Ahnataler Lanfterweg umzubauen. Das ist derzeit noch zu klein, um den neuen Gerätewagen unterzustellen.

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