Ahnatal: Bürgermeister Aufenanger (CDU) für zweite Amtszeit vereidigt

Bester Stimmung: Vizelandrätin Susanne Selbert (von links), Bürgermeister Michael Aufenanger und dessen Frau Sarah nach der Vereidigung Aufenangers für seine zweite Amtszeit. Foto: Schräer

Ahnatal. Die Vorzeichen haben sich für Ahnatals Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) seit 2006 nicht geändert. Und sie gelten nach den Worten des 38-Jährigen auch weiter: „Das Motto lautet Sparen, möglichst ohne dass die Bürger es merken".

Am Donnerstagabend wurde Aufenanger in feierlichem Rahmen im Gemeindezentrum Heckershausen für eine zweite Amtszeit vereidigt. Diese beginnt am 1. April und endet am 31. März 2021.

Damals, als er als Bürgermeisterkandidat erstmals antrat, hatte die Gemeinde noch einen Überschuss von einer Million Euro. Dann kam die Finanz- und Wirtschaftskrise und bescherte gleich im ersten Amtsjahr ein Defizit von 1,5 Millionen Euro, erinnerte Aufenanger. Inzwischen sei dieses jährliche Minus durch gemeinsame Anstrengungen auf 500 000 Euro reduziert worden.

Die Genehmigung des Haushalts 2015, die am Mittwoch erfolgte, wie der Bürgermeister mitteilte, sei „ein harter Kampf“ mit der Aufsichtsbehörde gewesen. Etwa weil Ahnatal 1,2 Millionen Euro für freiwillige Leistungen unter anderem an Vereine zahle.

Die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen werde mit ihm aber auch in der Zukunft finanziell unterstützt. Betreuungsplätze für Kinder bereitzuhalten, sei ebenfalls wichtig. Und die Ferienspiele auszubauen ein weiteres Ziel, denn „der Bedarf ist da“, sagte Aufenanger.

Der lud alle Einwohner ein, sich bei Problemen in der Gemeinde an ihn zu wenden. Er dankte den Beschäftigten der Verwaltung („ein super Team“) für die bisherigen sechs Jahre und den Fraktionen im Parlament für ihre Zusammenarbeit trotz manch kontroverser Positionen.

Wen er hiermit meinte, zeigte sich bei deren Grußworten. So lobte die CDU den „echten Ahnataler“ für seine Arbeit. Die SPD betonte, dass man sich gern mit dem Bürgermeister streite, aber auch wieder versöhne, wenn dies in der Sache möglich sei. Und die Grünen stellten zwar fest, dass Aufenanger „in der Bevölkerung sehr beliebt“ sei. Versprachen ihm aber, auch in Zukunft „berechenbar kritische Mitstreiter“ zu sein.

„Als liebenswerten, netten Kollegen und guten Bürgermeister“, lobte mit Dieter Lengemann (SPD) aus Fuldabrück „ein roter einen schwarzen Bürgermeister“, wie er sagte. Vizelandrätin Susanne Selbert attestierte Aufenanger, „ein Bürgermeister mit Herz und Seele“ zu sein, dem es nicht auf politische Grabenkämpfe ankomme. Bei ihm seien „die Belange Ahnatals in guten Händen. Dies wissen die Bürger und wir im Landkreis.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.