Bauarbeiten beginnen im Sommer

Ahnatal will Teile der Host- und Schulstraße sanieren: Schulweg soll sicherer werden

+
Straßen werden saniert: Die Hoststraße im Ahnataler Ortsteil Weimar wird ab der Einmündung Dörnbergstraße bis zur Schulstraße erneuert, die Schulstraße nach Möglichkeit komplett bis hinter die Schule. Auf Höhe des Gartenweges überqueren viele Schulkinder die Straße. Wo jetzt gelbe Schwellen zur Verkehrsberuhigung liegen, wird die Straße etwas angehoben und rot gepflastert.

Ahnatal. Noch in diesem Sommer sollen ein Teil der Hoststraße und die Schulstraße im Ahnataler Ortsteil Weimar saniert werden.

Die Bauzeit wird voraussichtlich acht bis neun Wochen betragen, die Kosten belaufen sich auf etwa 365 000 Euro.

Bürgermeister Michael Aufenanger und Planer Carsten Zischkau vom Ingenieurbüro Lüpke + Zischkau Umweltplan stellten die Pläne in einer Infoveranstaltung vor, zu der rund 60 Besucher gekommen waren – darunter viele Anlieger.

Ein Ziel der Sanierung ist laut Bürgermeister Aufenanger, den Schulweg für die Grundschüler sicherer zu machen. Zudem sollen viele barrierefreie Übergänge dafür sorgen, dass die Fußwege auch für ältere und behinderte Menschen besser zu nutzen sind. Geplant ist, Fahrbahn, Fußwege und Beleuchtung auf einer Länge von 360 Metern zu erneuern.

Die Hoststraße soll ab der Einmündung Dörnbergstraße bis zur Schulstraße saniert werden, die Schulstraße komplett bis hinter die Grundschule. Das hängt allerdings noch vom Ergebnis der Ausschreibung ab. Sollten die Arbeiten teurer werden als geplant, dann wird die Schulstraße zunächst nur bis auf Höhe des alten Feuerwehrhauses saniert.

Erst Glasfaser verlegen

In einem ersten Schritt wird die Telekom ab Mitte Juni in der Hoststraße Glasfaserkabel verlegen. Im Anschluss daran will die Gemeinde mit den Bauarbeiten beginnen, die zum Großteil in die Sommerferien gelegt werden sollen. Die alte Fahrbahndecke wird abgefräst und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Die Gehwege werden rot gepflastert und teilweise verbreitert. Auf Höhe des Gartenweges, wo viele Schulkinder die Schulstraße überqueren, wird der Übergang neu gestaltet. Die Straße wird dort etwas angehoben und ebenfalls rot gepflastert, um die Autofahrer zu bremsen. Auch die Beleuchtung soll deutlich verbessert werden. Die bisher vorhandenen sieben Straßenlaternen werden durch 14 neue LED-Leuchten ersetzt.

Da es sich bei der Sanierung um eine sogenannte Unterhaltungsmaßnahme handelt, müssen sich die Anlieger an den Kosten nicht beteiligen. 140 000 Euro kommen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm von Bund und Land, den Rest trägt die Kommune.

Infos zu den geplanten Bauarbeiten gibt es im Internet unter www.ahnatal.de. Anlieger können sich zudem beim Bauamt der Gemeinde informieren. Ansprechpartnerin ist Diplom-Ingenieurin Julia Teske. Telefon: 05609/628-141.

Drei Fragen an: Michael Aufenanger über die anstehende Sanierung

Werden Straßen saniert, dann müssen Anlieger manchmal Straßenanliegerbeiträge bezahlen und manchmal nicht. Ob die Beiträge erhoben werden, hängt von der Art der Sanierung ab.

Herr Aufenanger, was unterscheidet die eine Straßensanierung von der anderen? 

Michael Aufenanger: Vom Prinzip unterscheiden wir zwei Arten. Es gibt die Unterhaltungsmaßnahme, bei der es sich um eine einfache Erneuerung handelt. Dabei wird die oberste Schicht des alten Asphalts abgefräst und durch eine neue ersetzt. Die andere Art der Sanierung ist eine grundhafte Erneuerung. Dabei wird der komplette Straßenunterbau abgetragen und die Straße neu aufgebaut. Oft wird das im Zusammenhang mit der Erneuerung von Kanälen und Versorgungsleitungen gemacht.

Und bei welcher Variante müssen die Anlieger Beiträge bezahlen?

Aufenanger: Bei der Unterhaltungsmaßnahme fallen keine Straßenanliegerbeiträge für die Anwohner an. Bei der grundhaften Erneuerung werden die Anlieger an den Kosten beteiligt. 

Wie berechnen sich die Beiträge dann? 

Aufenanger: Zuerst werden drei Straßentypen unterschieden. Bei überwiegend von den Anliegern genutzten Straßen tragen die Anlieger 75 Prozent der Kosten und die Gemeinde 25 Prozent. Bei Straßen, die überwiegend dem innerörtlichen Verkehr dienen, bezahlen Anlieger und Gemeinde je 50 Prozent. Bei Straßen, die überwiegend der überörtlichen Durchfahrt dienen, trägt die Gemeinde 75 Prozent, die Anlieger 25 Prozent. Wie viel der einzelne Anlieger bezahlt, das richtet sich dann nach der Grundstücksfläche und dem Nutzungsfaktor. Da geht es darum, wie ein Grundstück bebaut werden darf, wie viele Geschosse das Haus haben dürfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.