Gruppe Miteinander soll weiter bestehen

Ahnataler Verein aufgelöst: Werk-Hilfe Calden übernimmt Aufgaben

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Gestalteten die Adventsfeier: (von links) Friedhelm Oehling und sein Posaunenchor, Heinz Nemetz mit dem Instrumentalkreis und einem Teil des Kirchenchores, Monika Ude, bisherige Vorsitzende der Gruppe Miteinander, Elfriede Enter von der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Jugendreferentin Ina Lutz, Joyce Jungston von der Landeskirchlichen Gemeinschaft sowie Kyra und Frank Semmelrodt vom Instrumentalkreis.

Ahnatal. Fast 40 Jahre lang hat sich die „Gruppe Miteinander“ um die Belange behinderter Menschen und ihrer Familien gekümmert. Im September  löste sich der Ahnataler Verein nun auf.

Die erfolgreiche Arbeit soll allerdings auch künftig weitergehen: Die Werk-Hilfe Calden will die Aufgaben des bisherigen Vereinsvorstandes übernehmen und sich ab dem kommenden Jahr um die Organisation der Veranstaltungen der Gruppe Miteinander kümmern.

„Wir schätzen diese Arbeit sehr und sie soll nicht untergehen. Teilhabe und Inklusion von behinderten Menschen gehören zur Zielrichtung unseres Vereins. Darum wollen wir die Aufgabe gerne übernehmen“, erklärt Heinz-Dieter Olbrich, Vorsitzender der Werk-Hilfe.

Aufgelöst hatte sich der Verein im September, weil sich nicht genug Vorstandsmitglieder fanden. Doch Grund zur Wehmut sieht Monika Ude, seit 2009 Vorsitzende der Gruppe Miteinander, nicht. „Wichtig ist, dass es weitergeht. Bei der Werk-Hilfe sehe ich unsere Arbeit in guten Händen“, sagt sie.

Gegründet hatte sich die Gruppe Miteinander vor fast 40 Jahren in Weimar, um behinderte Menschen aus dem Verborgenen zu holen und etwas gegen die Ausgrenzung und Diffamierung von ihnen und ihren Familien zu tun. Heute sind behinderte Menschen laut Ude deutlich besser in die Gesellschaft integriert, eine Veränderung, die sich im Verein wiederspiegelt. Etwa 100 behinderte und nichtbehinderte Menschen sind derzeit Mitglied. In der Gründungszeit des Vereins lebten die meisten behinderten Mitglieder bei ihren Familien. Heute leben viele so selbstständig wie es ihnen möglich ist in betreuten Wohngemeinschaften oder in Wohnstätten und nehmen am Leben in ihrer Gemeinde teil.

Zur Arbeit des bisherigen Vorstandes gehörte die Organisation der gemeinsamen Veranstaltungen wie Faschingsfeste, Erntedank- und Adventsfeiern und Ausflüge. Dazu gehörten aber auch die Motivation ehrenamtlicher Helfer und das Sammeln von Spenden. „Ohne die vielen Spender und Helfer, die uns in der ganzen Zeit unterstützt haben, wäre es nicht gegangen. Ihnen gilt unser großer Dank“, betont Monika Ude. „Die behinderten Menschen und ihre Familien sind so warmherzig. Da ist mir die Arbeit nie schwer gefallen. Das Besondere an der Gruppe Miteinander ist die Gemeinschaft“, erzählt sie.

Auch weiterhin will die 66-Jährige die Arbeit unterstützen, sehr zur Freude der Werk-Hilfe. „Wir hoffen darauf, dass sich die bisherigen Helfer auch weiterhin ehrenamtlich engagieren und wünschen uns eine gute Zusammenarbeit“, sagt Olbrich.

Zum vorerst letzten Mal traf sich die Gruppe Miteinander jetzt bei der traditionellen Adventsfeier, zu der die Landeskirchliche Gemeinschaft in ihr Haus der Begegnung in Weimar eingeladen hatte. Die erste Veranstaltung im kommenden Jahr soll die große Faschingsfeier sein. 

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