Behindertenbeauftragte in Ahnatal stellten  neue Infobroschüre vor

Barrieren abbauen: Die Ahnataler Behindertenbeauftragten Markus Budenz und Katja Zöller (von links) haben die Broschüre „Barrierefrei in Ahnatal“ überarbeitet. Neu sind Hinweise auf Läden, die Funkklingeln installiert haben. Mit ihnen können Menschen mit eingeschränkter Mobilität Hilfe herbeiholen. So kommt Bäcker Marco Weck (Mitte) zur Tür, um seinen Kunden in den Laden zu helfen. Der Service freut auch Marie-Luise Baumann (rechts), stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, und Bürgermeister Michael Aufenanger. Fotos: Schilling

Ahnatal. Behindertentoilette und welche Ärzte bieten auch Hausbesuche an? Diese und andere Fragen beantwortet die Neuauflage der Broschüre „Barrierefrei in Ahnatal“, die die beiden Behindertenbeauftragten der Gemeinde, Katja Zöller und Markus Budenz, jetzt vorgestellt haben.

Es ist die vierte überarbeitete Auflage der Informationsschrift für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. 2009 hatten Zöller und Budenz die Broschüre zum ersten Mal erstellt, seitdem bringen sie sie in regelmäßigem Abstand auf den neuesten Stand.

„Das hat etwas mit Willkommensstruktur zu tun. Es ist schon hilfreich zu wissen, was in einer Gemeinde alles barrierefrei zu erreichen ist“, erklärte Zöller die Idee, die hinter der Broschüre steckt. Aufgeführt ist die Erreichbarkeit von öffentlichen Einrichtungen, Handel und Gewerbe, Anbietern von Dienstleistern und medizinischer Versorgung. Das Heft informiert darüber, welche Räumlichkeiten stufenlos betreten werden können und wo eine oder mehrere Stufen den Zugang erschweren.

Neu ist dieses Mal der Hinweis auf die Klingeln, die derzeit an vielen Geschäften angebracht werden. Wie berichtet haben die Ahnataler Behindertenbeauftragten gemeinsam mit dem Gewerbeverein ein neues Projekt gestartet. Ladenlokale, zu denen es keinen barrierefreien Zugang gibt, werden mit Funkklingeln ausgestattet. Die Kosten von zehn Euro pro Klingel trägt der Gewerbeverein. Bei den Geschäftsleuten stößt die Aktion auf breites Interesse, die Rückmeldungen sind laut Marie-Luise Baumann, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, absolut positiv. „Es geht ja um unsere Kunden“, erklärte sie.

Bürgermeister Michael Aufenanger lobte die Broschüre als „konsequentes Projekt, das immer aktuell fortgeschrieben wird“. Er dankte Zöller und Budenz für ihr ehrenamtliches Engagement und betonte wie wichtig es sei, sich auf den demographischen Wandel vorzubereiten. Dazu gehöre auch danach zu gucken, wie Menschen mit Einschränkungen in der Gemeinde zurechtkämen und wie sie willkommen geheißen werden.

Die Arbeit an der Infobroschüre ist eine von vielen Aufgaben, denen sich Zöller und Budenz widmen. Daneben werden sie zum Beispiel bei Bauprojekten der Gemeinde zu Rate gezogen. „Wichtig ist zudem die Vernetzungsarbeit und die Sensibilisierung der Leute“, sagte Zöller. „Wir werden es nicht schaffen, ganz Ahnatal barrierefrei zu machen. Aber wir freuen uns über jede Hilfeleistung.“ Für Anregungen und Ideen von außen sind sie dankbar, egal ob es dabei um die Interessen von Menschen mit eingeschränkter Mobilität, einer Sehbehinderung oder anderen Einschränkung geht. „Wir wollen alle berücksichtigen“, betonte Zöller.

Kontakt: Katja Zöller, Tel. 05609/803037; Markus Budenz, Tel. 05609/804734. Die Broschüre „Barrierefrei in Ahnatal“ ist kostenlos erhältlich im Rathaus, im Dienstleistungszentrum in Heckershausen und im Internet. 

www.behindertenbeauftragte-ahnatal.de

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