Jüngste Teilnehmerin: Maria Podlich (5)

BMX-Turnier im Ahnatal: Spektakuläre Sprünge vor 1000 Besuchern

Sportliche Geschwister: Maria und Alexander Podlich gingen für den RSC Weimar-Ahnatal ins Rennen.

Ahnatal. Als sich vor Maria Podlich das Startgatter öffnet und sie mutig die Rampe in Richtung der Hügel hinunterfährt, ertönt Applaus und Rufe der Zuschauer: „Gib Gas, Maria, treten!" Gerade erst fünf Jahre alt und vier Tage vor dem zweitägigen Nordcup-Rennen  in der Ahnataler BMX-Arena saß sie das erste Mal auf einem BMX-Rad.

Daran hatte sie so viel Gefallen gefunden, dass sie direkt als jüngste Sportlerin bei dem Rennen mitfuhr.

„Mir macht Radfahren einfach Spaß“, begründete sie ihre Entscheidung. Voller Stolz wurde die junge Fahrerin im Ziel von ihrem Vater Eugen Podlich empfangen, der dieses Mal nicht selbst in den Sattel stieg, sondern im Helferteam des RSC Weimar-Ahnatal eingeteilt war. Kurze Zeit später ging Marias siebenjähriger Bruder Alexander, der in seiner Klasse mittlerweile zu einem der besten Fahrer der Welt gehört und bereits bei der Weltmeisterschaft war, ins Rennen.

Insgesamt rund 1000 Besucher lockte die junge Sportart an den zwei Tagen in die Ahnataler Arena. Doch nicht nur die teils meterhohen und spektakulären Sprünge brachten die Zuschauer zum Staunen: Auch die Spannung bei den sehr engen und körperbetonten Rennen, die den Fahrern ein hohes taktisches Verständnis abverlangten, begeisterte.

Mehr Bilder vom BMX-Turnier:

BMX-Turnier Ahnatal

Damit nach dem Trainingstag unter Flutlicht am Freitag und den darauffolgenden Wettkampftagen alles glatt gehen konnte, waren 35 Helfer des ausrichtenden RSC Weimar-Ahnatal im Einsatz. Unterstützt wurden sie von 20 Helfern von externen Vereinen und dem Deutschen Roten Kreuz Ahnatal an der Strecke.

„Wir helfen uns bei Wettkämpfen gegenseitig, ohne diese Hilfe wäre eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen“, lobt Carsten Rövenstrunk, Fachwartsleiter der BMX-Sparte, das Miteinander der Teams. Alles lief bei der dritten Ausrichtung des Nordcups und dem zweiten Turnier des Jahres nach dem Internationalen Turnier im Juni routiniert ab. „Wir haben uns eine eigene Infrastruktur geschaffen, die Abläufe sind eingespielt“, betonte Rövenstrunk.

Schon zum offenen Training am Freitag war der Campingplatz rund um die Arena voll belegt und zahlreiche Sportler tummelten sich auf der Strecke. Am ersten Wettkampftag waren dann 208 Sportler zu Gast, am zweiten Tag 250 Athleten, darunter jeweils 25 heimische BMX-Fahrer.

Für den Nordcup war es eine würdige Abschlussveranstaltung und für den RSC eine Bewährungsprobe: Im nächsten Jahr warten hochklassige Herausforderungen mit der Ausrichtung eines internationalen Turniers, den deutschen Meisterschaften und dem Nordcup auf den Verein.

Von Tobias Kiesling

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