Streit um neue Einrichtung

Diskussion um geplante Kita-Plätze in Ahnatal: SPD will Antwort vom Bürgermeister 

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Platz für die neue Kinderkrippe: Das Gemeinde-Grundstück unterhalb der Gothaer Straße (Bildmitte, rechts hinter den Glascontainern) am Kammerberg soll in Erbpacht an das Kinderhaus Calden übertragen werden.

Ahnatal. Am Kammerberg in Ahnatal-Heckershausen soll eine neue Kindertagesstätte für Kinder unter drei Jahren gebaut werden. Wer dort allerdings untergebracht werden soll, scheint derzeit nicht geklärt.

Nun könnte man davon ausgehen, dass dort hauptsächlich Kinder aus Ahnatal betreut werden sollen. Nach Informationen der Ahnataler SPD gibt es jedoch offenbar Pläne, wonach die Kita hauptsächlich für Kinder aus Calden gebaut werden könnte. Die Sozialdemokraten wollen das am Donnerstagabend im Gemeindeparlament klären lassen.

„Sollte dies der Fall sein, würde das einen Skandal bedeuten“, schreibt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ahnatal Thomas Dittrich-Mohrmann in einer Mitteilung. Vor allem vor dem Hintergrund, „dass wir dem Träger ein gemeindliches Grundstück zur Verfügung stellen sowie eine Bürgschaft in Höhe von 500.000 Euro zur finanziellen Absicherung einräumen.“

Th. Dittrich-Mohrmann

Ein Vertragsentwurf mit dem Kinderhaus Calden, in dem festgelegt werden soll, Ahnataler Kindern Vorrang in der Krippe zu gewährleisten, statt Kinder einer bereits bestehenden Warteliste aus Calden vorzuziehen, liegt nach Angaben der SPD-Fraktion bisher weder dem Gemeindevorstand noch der Gemeindevertretung vor.

Anfrage ins Parlament eingebracht

Zu genau diesem Punkt hat die Fraktion nun eine Anfrage an den Gemeindevorstand eingebracht. Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) wird Donnerstagabend bei der Sitzung der Gemeindevertreter zu der Anfrage der SPD-Fraktion Stellung beziehen.

Die Gemeinde plant, dem Kinderhaus Calden ein Grundstück von 1332 Quadratmetern zur Verfügung zu stellen und in Erbpacht zu übertragen. Darüber wollen die Gemeindevertreter heute Abend in der Gemeindevertretersitzung beraten. Bereits im Dezember letzten Jahres hatte das Kinderhaus Calden – nach einer lange währenden Diskussion – den Zuschlag für die geplante Krippe am Kammerberg in Ahnatal bekommen. Der gemeinnützige Verein soll die Krippe sowohl bauen, als auch betreiben.

Grundstück für symbolischen Betrag zur Verfügung gestellt

Michael Aufenanger

Das Grundstück in Erbpacht an das Kinderhaus zu übertragen sei nicht ungewöhnlich, sagt Aufenanger. „Der Vorteil für die Gemeinde ist, dass sie das Grundstück nicht komplett aus der Hand gibt.“ Das Grundstück wird für den symbolischen Betrag in Höhe von einem Euro pro Jahr dem Kinderhaus Calden zur Verfügung gestellt und das Erbbaurecht auf 99 Jahre bestellt. Das Kinderhaus verpflichtet sich im Gegenzug, die Kita innerhalb von zwei Jahren bezugsfertig zu machen,

Um die Kindertagesstätte am geplanten Ort zu errichten, müssen die Parlamentarier auch der Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück zwischen Kammerberg und Stahlberg zustimmen. Außerdem will der Gemeindevorstand eine Bürgschaft für den Bau der Kindertagesstätte von bis zu 500 000 Euro übernehmen. Auch darüber wird in der Sitzung beraten. „Das sind alles notwendige Schritte, um das Verfahren in Gang zu setzen“, sagt Michael Aufenanger.  „Alle drei Punkte hängen unmittelbar mit der Grundsatzentscheidung zusammen, die Kindertagesstätte zu bauen.“ In dem neuen Kinderhaus sollen künftig zwei Gruppen mit insgesamt 24 Kindern im Alter von einem halben Jahr bis drei Jahren betreut werden.

Die öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung findet am Donnerstag ab 19.30 Uhr im Bürgersaal Weimar, Dörnbergstraße 23, statt.

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