50 Cent mehr pro Quadratmeter

Diskussion um Grundstückspreis in Ahnatal: Gemeinde liegt neutrales Gutachten vor

+
Noch unbebaut: Die Fläche an der Straße Im Kreuzfeld in Ahnatal soll für 18,50 Euro pro Quadratmeter verkauft werden. Als potenzieller Investor gilt der Pflegedienst G & G, dem schon das benachbarte Gelände (im Hintergrund) gehört. 

Ahnatal. Im Dezember gab es in Ahnatal Streit um den geplanten Verkauf einer Fläche an der Straße Im Kreuzfeld. Der CDU-Bürgermeister hatte einen Quadratmeterpreis festgesetzt, die SPD hingegen ein neutrales Gutachten gefordert. Nun ist es da. 

Obwohl an der Straße Im Kreuzfeld seit Längerem ein Anbau von Hausgemeinschaften für Senioren geplant ist, liegt das dafür vorgesehene 2400 Quadratmeter große Grundstück immer noch unberührt da. Der Grund: Die Ahnataler SPD forderte in der Gemeindevertretung im Dezember vergangenen Jahres ein neutrales Gutachten zum Grundstückwert, der von Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) auf 18 Euro pro Quadratmeter festgelegt worden war.

Jetzt kommt wieder Bewegung in die Diskussion um den Verkauf des Landes: „Wir haben Ende Dezember den Gutachterausschuss damit beauftragt, den Wert zu berechnen“, sagt Michael Aufenanger. Das ihm nun vorliegende Gutachten habe einen Wert von 18,50 pro Quadratmeter ergeben. Damit liege der Preis 50 Cent über dem ursprünglich angesetzten Wert, der sich laut Aufenanger aus einem Mix aus verschiedenen Faktoren ergeben habe.

Michael Aufenanger

Ursprünglich würden die Gewerbegebietspreise bei rund 34 Euro liegen. „Doch das Grundstück ist eher ein Bolzplatz, bei dem auch der Abwasserkanal weit entfernt liegt.“ Es müsste erst Baurecht geschaffen werden, der Investor müsste zudem die Erschließungskosten tragen. Zudem hätte der dringende Bedarf an Pflegeplätzen bei der Anfangskalkulation eine Rolle gespielt. Knapp 650 Euro hat das Gutachten gekostet. „Die Kosten dafür richten sich nach dem Wert des Grundstücks“, sagt Michael Aufenanger. „Es wurden dafür direkt vor Ort Termine mit den Gutachtern vereinbart.“

Dabei wurde zum Beispiel ermittelt, wie sich andere Grundstückverkäufe vor Ort verhielten und die Preise mit denen anderer Ortschaften verglichen. „Am 22. Juni soll der Verkauf vor dem Hintergrund des neuen Gutachtens in der Gemeindevertretersitzung wieder Thema sein“, sagt Aufenanger. Er hoffe, dass der Verkauf diesmal durchkommt.

Den möglichen Verhandlungen mit dem schon zuvor interessierten Investor G & G Pflegedienst GmbH, der schon im Besitz des anderen Grundstückteils sei, sieht er positiv entgegen. „Der Investor wurde parallel zu den Gremien unterrichtet“, sagt Aufenanger. Die Bauarbeiten könnten damit bereits im kommenden Jahr beginnen. „Eigentlich hätten diese schon letzten Februar starten sollen, damit hätten sie fast parallel zu den Sanierungsarbeiten an der Straße Im Kreuzfeld laufen können.“ Er würde den Senioren einen schnellen Baubeginn wünschen: „Es fehlen Pflegeplätze, die wollen wir schnell schaffen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.