Ölfässer einfach auf Waldweg zum Dörnberg entsorgt

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Nach Meldung von HNA-Leser: David Heinzemann (von links) und Bobby Thiel vom Naturpark Habichtswald entsorgen den umweltgefährdenden Müll im Waldgebiet am Dörnberg.

Unbekannte haben Fässer mit Öl am Waldrand nahe der B 251 in Richtung Wolfhagen entsorgt. Im Abschnitt fanden die Waldarbeiter auch noch zahlreiche Säcke mit Hausmüll.

Ahnatal. Schon wenn man in den kleinen Waldweg hineinläuft, sieht man den abgestellten Müll, den Unbekannte einfach mitten auf dem Weg hinterlassen haben. Es sind Fässer und Kanister, die randvoll mit Öl sind.

Die Abladestelle befindet sich auf einem Waldweg an der Bundesstraße 251 Richtung Wolfhagen nahe dem ehemaligen Gasthaus Ahnetal. Die Polizei ermittelt, denn gefährliche Stoffe sind nicht nur umweltschädigend, sondern erfüllen auch einen Straftatbestand, so erklärt Jakob Gruber von Hessen-Forst, der zusammen mit den Mitarbeitern Bobby Thiel und David Heinzemann vom Naturpark Habichtswald den Müll eingesammelt hat.

Der Tatbestand „Unerlaubter Umgang mit Abfällen“ kann laut Strafgesetzbuch mit Geldstrafen oder mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

In diesem Fall gebe es einen konkreten Verdacht, wer die Fässer dort abgestellt haben könnte, doch genaue Angaben macht Jakob Gruber nicht. Neben den Fässern und Kanistern wurden im gleichen Waldabschnitt mehrere Säcke mit Hausmüll, Dosen und Pizzakartons gefunden. Der Transporter der Waldarbeiter ist nach der Säuberungsaktion bis zum Rand voll beladen. Knapp zwei Kubikmeter Müll, so schätzt Gruber, sind an dem Vormittag beseitigt worden.

Zwei Waldspaziergänger, darunter HNA-Leser Wolfgang Steiner aus Kassel, haben die Fundstellen Anfang des Monats entdeckt und den Behörden gemeldet (wir berichteten). Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Polizei hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.

Aufgeladen: Fässer und Kanister sichergestellt.

„Die Zusammenarbeit mit der Polizei und die Koordination mit dem Naturpark Habichtswald sowie Hessen-Forst haben einwandfrei funktioniert“, sagt Jakob Gruber, der auch ein Dankeschön an die beiden Melder richtet. So konnten die Stellen zügig von dem Müll befreit werden.

Einmal in der Woche kontrollieren die Mitarbeiter von Hessen-Forst die Parkplätze und Waldgebiete rund um den Habichtswald. „Richtung Stadt wird auch vor und nach einem Wochenende an zweiten Tagen in der Woche kontrolliert“, ergänzt er.

„Von Spaziergängern kommen im Monat zwei bis drei Meldungen“, sagt Gruber. Bei den Touren werden immer mal kleinere Stellen von Müll beseitigt, doch dieser Fall ist extremer: „Das ist schon eine ganze Menge, die hier schon länger liegen muss, denn die Essensreste wurden bereits von Tieren angenagt“, sagt Gruber.

Nach einer guten Stunde ist der Wald wieder sauber. Sollte kein Täter ermittelt werden, wird die Allgemeinheit für diese Müllbeseitigung aufkommen müssen.

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