„Wir produzieren gerne unsere eigenen Lebensmittel"

Im Genusshof Grün in Ahnatal: Öle Tropfen für Tropfen selbst gepresst

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Ahnatal. Öle zu pressen ist nichts für ungeduldige Menschen. Das merkt man schnell, wenn man an der Ölmühle von Asta und Marin Grün steht. Aus einem kleinen unscheinbaren Röhrchen fällt, Tropfen für Tropfen, das frisch gepresste Öl in einen Auffangbehälter.

„Probieren sie mal“, sagt Marin Grün und fängt ein paar Tropfen mit einem Löffel ab. Das Öl schimmert gelb, hat eine samtige Konsistenz und schmeckt ein bisschen nach Wiese und Heu – auf jeden Fall lecker. „Das ist Leindotteröl, es ist sehr gesund und passt zum Beispiel gut zu grünen Salaten und Tomaten“, erklärt Asta Grün.

Das Leindotteröl ist eines von 19 Ölen, die das Ehepaar mit der eigenen Ölmühle produziert und auf seinem „Genusshof Grün“ im Ahnataler Ortsteil Weimar zum Verkauf anbietet. Auf die Idee, Öle selber zu pressen, kamen die beiden bei der Suche nach gesunden Ölen für den eigenen Gebrauch. „Und dann wollten wir gerne auch anderen Menschen solche guten Öle anbieten“, sagt Asta Grün.

Das Öl wird kalt gepresst und ungefiltert in Flaschen gefüllt. Im Programm haben Grüns zum Beispiel Hanf-, Sonnenblumen-, Walnuss-, Lein-, Kokos-, Mandel-, Aprikosenkern- und Schwarzkümmelöl. „Die meisten Öle sollte man kalt und dunkel aufbewahren, am besten im Kühlschrank. Licht und Wärme machen die Öle kaputt“, betonen sie. Eine Ausnahme seien Kokos-, Erdnuss- und Sesamöl, die im Kühlschrank fest werden.

Tropfen für Tropfen: Marin Grün an der Ölmühle, die gerade Leindotteröl presst. Vorne kommt als Restprodukt der sogenannte Presskuchen in dünnen Würstchen aus der Mühle. Fotos:

Die Rohstoffe für die Öle stammen laut Marin Grün allesamt aus ökologischer Landwirtschaft. Für die fertigen Öle steht die Bio-Zertifizierung noch aus. „Das wollen wir noch machen“, betont der 50-Jährige. Wie viel Rohstoffe man für einen Liter Öl braucht, ist ganz unterschiedlich. „Für einen Liter Leinöl benötigt man zum Beispiel etwa drei bis vier Kilo Leinsamen“, erklärt Marin Grün.

Neben den Ölen bieten Grüns auch verschiedene Mehlsorten an, für die sie den sogenannten Presskuchen weiterverarbeiten. Dieser besteht aus den nach der Pressung der Ölsaaten und –früchte übrig gebliebenen Feststoffen und dem nicht ausgepressten Ölanteil. Zudem haben sie auch noch Honig aus der eigenen Imkerei im Angebot. „Wir produzieren gerne unsere eigenen Lebensmittel. Das macht einfach Spaß“, erzählt Asta Grün.

Info: Genusshof Grün, Königsfahrt 10, Ahnatal, Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Tel. 0 56 09/8 07 87 50.

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