Gemeindevertreter geben grünes Licht 

Kinderhaus Calden kann mit Bau der Kinderkrippe beginnen

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Das Kinderhaus in Calden: Hier gibt es drei Gruppen für jeweils zwölf Kinder. In der alten Einrichtung am Heckenweg in Calden gibt es noch mal eine Gruppe, in der hauptsächlich Kinder aus Ahnatal betreut werden. 

Ahnatal. Ahnatal bekommt eine Kinderkrippe für Kinder bis drei Jahre. Die Gemeindevertreter haben am Donnerstagabend alle nötigen Schritte in die Wege geleitet und wenn alles glatt läuft, können im kommenden Sommer die ersten Kinder am Kammerberg in ihre neue Einrichtung ziehen.

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter die Änderung des Bebauungsplanes „Zwischen Kammerberg und Stahlberg“, wo das Kinderhaus Calden bauen wird, sowie die Bürgschaft für die Einrichtung und auch die Übertragung des Grundstücks an das Kinderhaus in Erbpacht.

Doch auch wenn alle Beschlüsse einstimmig angenommen wurden, gab es Redebedarf. Die SPD-Fraktion wollte in einer Anfrage von Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) wissen, ob die Gemeinde vertraglich sicherstellen werde, dass bevorzugt Kinder aus Ahnatal aufgenommen würden. „Aufgrund der Sorge der SPD-Fraktion wurde der Passus im Vertrag geändert“, sagte Aufenanger. Nun heißt es statt „bemühen sich“, „sollen bevorzugt Kinder aus Ahnatal aufnehmen.“

Aufenanger nannte auch Zahlen. Schon jetzt werden fünf Kinder aus Ahnatal in Calden betreut, sieben Kinder haben bereits einen Vorvertrag und aktuell gäbe es 15 weitere Anfragen. Diese Kinder werden dann ab Sommer 2018 in der neuen Kita in Ahnatal betreut.

„Wir hatten schon immer viele Kinder aus Ahnatal in unserer Einrichtung in Calden und betreuen auch jetzt dort Kinder aus Ahnatal“, sagt auch Heike Reinemann, Leiterin des Kinderhaus Calden.

Sie war eine von vielen Bürgern, die am Donnerstagabend die Gemeindevertretersitzung im Bürgersaal in Weimar verfolgten. Sie kann die Sorge der SPD-Fraktion nicht nachvollziehen. „Die Ahnataler haben natürlich Vorrang, das steht auch so in den Verträgen mit der Gemeinde.“

Es gäbe bereits abgeschlossene Vorverträge mit Familien aus Ahnatal. „Die Eltern verlassen sich darauf, dass die Einrichtung kommt“, sagt Reinemann. Denn wenn der Einstieg in den Beruf nach der Babypause bereits geplant ist, müssen die Eltern wissen, dass ihr Kind einen sicheren Betreuungsplatz hat. „Wir arbeiten da ganz eng mit den Eltern zusammen.“

Thomas Dittrich-Mohrmann, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach während der Sitzung auch noch einmal den Diskussionsprozess im Vorfeld an. Er bedauere, dass es im Vorfeld durch die Sorge der SPD, dass Ahnataler Kinder benachteiligt sein könnten, Missklang gegeben habe. Da nun der Passus im Vertrag bereits geändert sei, gäbe es vonseiten der SPD keine Bedenken mehr. Auch wenn allen klar sei, dass die SPD-Fraktion lieber einen anderen Träger gesehen hätte, „gab es zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der Qualität des Kinderhauses Calden.“

Geplant sind für die Kita in Ahnatal drei Gruppen mit jeweils Platz für zwölf Kinder. Pro Gruppe kümmern sich drei Erzieher sowie Praktikanten und freie Mitarbeiter um die Kinder, die zwischen sechs Monate und drei Jahre alt sind.

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