Kindersicherheit geht vor

Brandschutzerziehung: Lehrgang im Ahnataler Feuerwehrhaus

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Brandschutzerziehung: Ausbilder Udo Schaffland (hinten links) brachte Sabine Lenz (von links), Jytte Schönemann, Jennifer Kaufmann, Renate Müller, Markus Bier, Barbara Köneke, Jessica Benedikt, Kathrin Kohlhasse, Tobias Schiele und Manuela Kohlhasse unter anderem bei, wie man eine Kerze kindgerecht anzündet.

Ahnatal. Wie verhält man sich als Erzieher richtig, wenn es im Kindergarten brennt? Wie kann man Kinder für das Thema Notruf sensibilisieren und wie ist es möglich, Grundschulkindern auf anschauliche Weise das Thema Rauchentwicklung beizubringen?

Diese Fragen beantwortete Udo Schaffland, Brandschutzbeauftragter des Landkreis Kassel, zehn Teilnehmern von Wehren aus Ahnatal und Helsa bei einem Lehrgang im Ahnataler Feuerwehrgerätehaus zum Thema Brandschutzerziehung.

„Die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle“, erklärte Ausbilder Schaffland seine Intention bei dem dreitägigen Lehrgang, „deshalb müssen wir versuchen, ihnen die Scheu vor Feuerwehrleuten zu nehmen und die Hemmschwelle, die Feuerwehr zu rufen, senken.“

Ahnatals Gemeindebrandinspektor Dieter Braun zeigte sich trotz einiger Absagen zufrieden. „Es wurde inhaltlich einiges geboten und viele Informationen und Versuche können nun weitergegeben werden“, sagt Braun.

Wichtig war Schaffland, dass sich die Teilnehmer in die Sicht des Kindes versetzten. Deshalb griff er bei Übungen bewusst zu Rollenspielen und zeichnete diese auf. Während jeweils ein Teilnehmer den pädagogisch korrekten Umgang zum Thema Brandschutzerziehung vorführte, sollten die anderen in die Rolle von Kindern schlüpfen.

Schaffland achtete vor allem auf Details. Beim Anzünden einer Kerze mussten beispielsweise alle Absolventen Schals ablegen und die Haare durften nicht offen getragen werden. Mittels eines Modellhauses konnte die Rauchentwicklung bei einem Brand dargestellt werden. Großen Wert legte Schaffland zudem auf eine Reihe von Unterrichtsmaterialien, die er den Teilnehmern mitgab und die diese bei der Brandschutzerziehung mit einbeziehen können.

„Ich habe mir im Vorfeld keine großen Gedanken über den Kurs gemacht, aber nach diesen drei Tagen war ich wirklich fasziniert und möchte mich nun verstärkt in die Brandschutzerziehung einbringen“, sagte Teilnehmerin Jennifer Kaufmann über das Seminar. Gelobt wurden auch die Informationen zur rechtlichen Grundlage bei Bränden sowie die Anregungen zur Arbeit bei Kinderfeuerwehren.

Die Finanzierung des Seminars wurde durch die Feuerwehrverbände Wolfhagen, Kassel und Hofgeismar gewährleistet, die Kosten für die Verpflegung und Organisation übernahm der Landkreis Kassel.

Von Tobias Kiesling

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