Auf der Kirmes in Weimar steppte drei Tage lang der Bär

Buntes Treiben: Die Handballerinnen des SVW 06 Ahnatal hatten sich beim Festumzug tierisch verkleidet. Fotos: Kisling

Ahnatal. An Schlaf war für die 15 Kirmesburschen der Kirmes Wimmern über das Wochenende kaum zu denken: Drei Tage lang boten sie den Ahnatalern im Ortsteil Weimar ein buntes Festprogramm.

Den Auftakt machte das Ausgraben der Kirmesbuddel. Die Schnapsflasche war nach der letzten Kirmes der Kirmesburschen vor fünf Jahren auf dem Anwesen einer Weimarer Familie vergraben worden und wurde nun wieder hervorgeholt. Anschließend zogen die Burschen zusammen mit Grebensteiner Musikern durch das Dorf.

Jeder, der eine Kleinigkeit spendete, durfte sich ein Lied wünschen und erhielt das Ständchen vor seiner Haustür gespielt. Außerdem gab es einen Kirmesschnaps.

Das Ständchenspielen zählt zum ältesten Ritual der Wimmer’schen Kirmes. „Es ist schön, dass diese Tradition aufrechterhalten wird“, meinte Marga Eisenberg, nachdem die Kirmesburschen vor ihrer Haustür Halt gemacht hatten.

Mit dabei war auch der Kirmesbär. Das grimmige Bärenkostüm täuschte dabei über die darunter steckende Frohnatur hinweg, und so war der Kirmesbär insbesondere bei den jüngeren Zuschauern ein beliebter Tanzpartner.

Mit der Live-Musikband Inflame ging es bereits am ersten Festabend im Bürgersaal zur Sache. Rund 150 Besucher tanzten mit den Kirmesburschen die Gesundheit, wobei gemeinsam im Kreis getanzt wird, und ließen sich von den auf den Tischen tanzenden Kirmesburschen mitreißen. Inflame um das Sängerduo Klaus Schelzig und Sonja Kopplin nutzte die Gelegenheit, um Schlagerklassiker mit Text zur Weimarer Kirmes umzuformulieren und fand damit großen Zuspruch bei den Besuchern aller Altersklassen.

Nach erneutem Ständchenspielen wurde am Samstag weitergefeiert. Dieses Mal standen die Coliboys auf der Bühne des Bürgersaals, und wieder gaben die Kirmesburschen mit Tanzeinlagen alles, um die rund 200 Besucher in Festlaune zu bringen.

Nach dem Kirmesgottesdienst am Sonntagvormittag stand das große Finale auf dem Programm: der Festumzug. Knapp 40 bunt geschmückte Wagen von Vereinen und Verbänden fuhren durch den Ort. Rund 800 Zuschauer verfolgten das bunte Treiben entlang der Straßen. „Es war eine tolle Kirmes, wir sind zufrieden“, zog Kirmesvater Matthias Carl ein positives Fazit. Die Kirmesbuddel wurde erneut vergraben und ruht nun fünf Jahre lang in der Erde, bis es erneut Kirmeszeit in Weimar heißt. (ptk)

Kirmes in Wimmern

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