Kita Kammerberg: Eltern fordern längere Betreuungszeiten

Betreuung erweitern: Auf unserem Bild sind die Kinder der Ton AG, Joleen (von links) und Sophie, die ihre getöpferten Schneemänner zeigen, und Colin mit seiner Kamera aus Ton. Archivfoto:  Kisling

Ahnatal. Aus Sorge um das Betreuungsangebot in der Kindertagesstätte Regenbogen am Kammerberg in Ahnatal haben Eltern ein Forderungspapier formuliert und Unterschriften gesammelt.

„Im Januar wurde bekannt, dass überlegt wird, ob eine Gruppe geschlossen wird, wenn die Zahl der Kinder deutlich unter 40 sinkt“, begründet Julia Körner, Mitglied des Elternbeirats, die Aktion.

Derzeit gebe es am Kammerberg drei Kita-Gruppen mit insgesamt 70 Betreuungsplätzen. Aktuell besuchen 42 Kinder die Einrichtung. Da in diesem Jahr etwa zehn Vorschulkinder die Kita verlassen, werde die Zahl der zu betreuenden Kinder im Sommer deutlich unter 40 fallen, sagt Körner.

Aufgrund der kürzeren Betreuungszeiten bis 14 Uhr würden zudem viele Eltern ihre Kinder in die Einrichtungen nach Heckershausen oder Weimar bringen. Dort werden die Kinder bis 16 Uhr betreut. „Wir haben in der Kita nachgefragt und festgestellt, dass es einen Bedarf an längeren Betreuungszeiten gibt“, sagt die 37-Jährige. Konkret fordern die Eltern den Erhalt aller drei Gruppen und eine Betreuung bis 17 Uhr.

Im Vorfeld zur vergangenen Gemeindevertretersitzung habe es ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Aufenanger gegeben. „Eine Erweiterung der Betreuungszeiten in der Kita am Kammerberg wird am Donnerstag, 21. Mai, in der Gemeindevertretersitzung beraten“, sagte der Verwaltungschef auf HNA-Anfrage. Die Zahlen hätten sich in den vergangenen drei Jahren verändert, der Bedarf an Nachmittagsbetreuung sei gestiegen, erläutert Aufenanger. Vor drei Jahren hatte die Gemeinde bereits die Betreuungszeiten am Nachmittag im Kindergarten in Heckershausen erweitert. „Wir haben eine sehr gute und neue Einrichtung als zentralen Mittelpunkt am Kammerberg direkt neben dem Kirchenzentrum“, sagt Körner und ergänzt: „Uns ist es wichtig, diesen Treffpunkt zu erhalten.“

Um die Auslastung der Kita zu verbessern, könne auch über eine weitere Krippe nachgedacht werden. Derzeit gibt es nur eine Krippe in der Kita in Weimar. Da viele junge Familien am Kammerberg leben, gebe es bestimmt auch dort einen entsprechenden Bedarf. „Nach den jüngsten Gesprächen sind wir optimistisch, dass eine adäquate Lösung gefunden wird“, sagt Körner abschließend.

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