Kommentar zu Nordspangen-Plänen zwischen A7 und A44: Sturm der Proteste

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Es rankten sich die wildesten Gerüchte um Pläne für eine mögliche Nordspange von Kassel. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Michael Schräer.

Kein Wunder, wurde die Machbarkeitsstudie seit fast fünfeinhalb Jahren geheim gehalten. Was wiederum durchaus verständlich ist aus Sicht der Verantwortlichen in Wiesbaden. Denn der Sturm der Proteste von Anliegern, betroffenen Kommunen wie Fuldatal und Umweltschützern wäre beträchtlich gewesen und politisch kaum zu überstehen.

Es blieb also bei Planspielen, die ihren Ursprung in einer konkreten Wirtschaftsförderung hatten: in Form des Autobahnanschlusses für das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg.

In den 70er-Jahren war man dem Gedanken nicht abgeneigt, selbst ganze Autobahnen zur Wirtschaftsförderung zu bauen. Die Denkweise hat sich inzwischen aber geändert. Jetzt ist das Hauptziel für Straßenbauprojekte, eine Verkehrssituation zu verbessern. Dies ist laut Machbarkeitsstudie mit einer Nordspange nahe Kassel aber nicht zu erreichen. Lediglich der lokale Verkehr nutzt diese alternativ, die Kasseler Hauptadern wie die Holländische Straße werden aber kaum entlastet. Somit wurden die Planspiele Nordspange zu Recht beendet.

Und mit jener Straße, die Kommunen im nördlichen Landkreis als Wirtschaftsförderung wünschen, hatten diese Varianten bei Kassel sowieso nichts zu tun.

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