Leistungshüten: Hund und Schäfer in Aktion

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Kämpften um den Siegerpokal: Reinhard Markon (48, von links) aus Zierenberg mit seinem Harzer Fuchs, Burkhard Sautscheck (58) aus Bad Langensalza (Thüringen) mit seinen zwei altdeutschen Hütehunden Mona und Leo, Harald Köster (57) aus Trendelburg mit seinen altdeutschen Hütehunden Rex und Cindy, Wertungsrichter Dietmar Theuerkauf und sein Assistent Hans-Georg Jauch aus Magdeburg, Manuel Gerland (35) aus Wettesingen mit seinen Hunden Ben und Rosie und Mike Lindley (35) aus Spangenberg mit seinem Hund Balu.

Ahnatal. Nicht nur 250 Schafe kamen am Sonntag ins Schwitzen. Vor allem die Schäferhunde stellten beim Leistungshüten in Ahnatal-Weimar ihr Können unter Beweis. Der Wettbewerb findet einmal im Jahr statt. Dabei durchlaufen die Schäfer mit ihren Hunden unter realen Bedingungen verschiedene Aufgaben.

Im Fokus steht vor allem die Arbeit der Hunde mit einer fremden Schafherde. Doch auch die Schäfer werden vom Richter unter die Lupe genommen. Fünf Teilnehmer traten beim Wettbewerb gegeneinander an.

„Die Hunde sind der verlängerte Arm des Schäfers“, betont Harald Köster, 1. Vorsitzender des Kreisschäfervereins Kassel. Wenn der Schäfer einen Fehler mache, dann werde das dem Hund angelastet, so Köster weiter. Unter realen Bedingungen durchlaufen die Hunde während des Wettbewerbs verschiedene Prüfungen.

Da ging es rund: Die Hütehunde hatten beim Wettkampf viel zu tun, denn immer wieder nahm ein Schaf Reißaus. Fotos: Uminski

Für die sieben Aufgaben haben der Schäfer und seine zwei Hunde eine Stunde Zeit. Neben Gehorsamkeit, Fleiß und Hütetrieb wurde auch der Griff des Hundes bewertet, bei dem das Schaf nicht verletzt werden darf. „Nicht unbedingt der schnellste Hund gewinnt auch“, sagt Harald Köster. Bei den vielfältigen Aufgaben gehe es vor allem um die zielgerichtete Umsetzung.

Insgesamt können der Schäfer und seine Hunde 115 Punkte erreichen. „Das hat aber noch nie jemand geschafft“, so Köster. Ein Fehler passiere immer, so der 57-Jährige. Neben dem Aus- und Einpferchen der Schafe müssen die Hunde die Schafe über eine Brücke führen, an einem Verkehrshindernis vorbei zur Weide treiben oder die Herde in einer großen und kleinen Fläche (enges und weites Gehüt) in Schach halten. Gewinner wurde Harald Köster aus Trendelburg mit seinen beiden altdeutschen Hüterhunden Rex und Cindy. Einen Pokal und eine kleine Geldspende des Vereins erhielten alle fünf Teilnehmer.

Bewertet wurden die Schäfer und ihre Hunde beim Wettkampf in Weimar vom Wertungsrichter Dietmar Theuerkauf aus Magdeburg.

Von Johanna Uminski

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