Er ist einziger Bürgermeisterkandidat

Michael Aufenanger (CDU) wirbt um hohe Wahlbeteiligung

Warb für seine Wiederwahl: Dirk Neumann (links) und Claudia Engel erhielten von Michael Aufenanger Flyer und Schreibblock.

Ahnatal. Auch ohne Gegenkandidaten will Amtsinhaber Michael Aufenanger (CDU) auf einen Wahlkampf nicht verzichten. Damit wolle er auf die Wahl zum Bürgermeister am 9. November aufmerksam machen und dafür werben, „dass die Menschen auch hingehen".

Am Freitagnachmittag verteilte der 47-Jährige Werbeflyer, Schreibblöcke an Haushalte und mit der Unterstützung seiner Töchter Paula (10), Elisa (8) und Charlotte (5) auch Luftballons an Menschen, die man traf.

Von zahlreichen Ahnatalern habe er gehört, „warum müssen wir überhaupt wählen?“ Dies zu können, auch bei nur einem Kandidaten, „ist ein wichtiges demokratisches Grundprinzip und ein hohes Gut“, betont Aufenanger. Daher hoffe er auf eine hohe Wahlbeteiligung und natürlich auch auf eine breite Zustimmung für seine bisherige Arbeit.

Die ist ihm bei Dirk Neumann und Claudia Engel sicher. Man kennt sich, auch weil ein Problem des Paares durch die Verwaltung mit dem Bürgermeister Aufenanger an der Spitze gelöst wurde. Die Beleuchtung einer Treppe am Gemeindezentrum leuchtete nach der Sanierung direkt ins Schlafzimmer ihres Wohnhauses. Durch eine Blende vor der Beleuchtung wurde die Situation entschärft.

Kritischer sieht Neumann den Zustand der Straße Dorfplatz. Die hat Löcher, wo kleine Pflastersteine fehlen. Man sei dabei, eine Prioritätenliste unter anderem für die Sanierung der Straßen zu erstellen, sagt Aufenanger. Bei den verwendeten Pflastersteinen bestehe das Problem, dass sie nicht mehr produziert, daher nicht mehr beschafft werden können.

Für Gerhard Werner (76) ist es selbstverständlich, dass er am 9. November zur Wahl geht. Das sagt er im Gespräch mit dem Kandidaten an der Haustür. Wünsche habe er keine an ihn, der Bürgermeister „hat es gut gemacht bisher“, meint der Heckershäuser. Eine Sache gefällt seiner Ehefrau Marianne allerdings gar nicht: „Der Friedhof müsste mal in Ordnung gebracht werden, der Rasen ist ewig zu lang, es sieht ungepflegt aus.“ Es habe Probleme mit der beauftragten Firma gegeben, räumt Aufenanger ein. Dem wünscht Marianne Werner zum Abschied „viel Erfolg“.

Gestern erfährt der Kandidat nur Zustimmung und manchen Hinweis auf kleine Probleme in Ahnatal. Darum gehe es ihm auf seiner Wahlkampftour auch neben den direkten Gesprächen, betont Aufenanger.

Hintergrund: 6710 Ahnataler wahlberechtigt 

Am Sonntag, 9. November, können in Ahnatal 6710 Wahlberechtigte über den künftigen Bürgermeister abstimmen. Amtsinhaber Michael Aufenanger (CDU) ist der einzige Kandidat. Mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen ist er - unabhängig von der Wahlbeteiligung - für eine zweite Amtszeit gewählt.

Es gibt sieben Wahllokale, jeweils zwei im Bürgersaal in Weimer, im Gemeindezentrum Heckershausen und im Kindergarten Regenbogen auf dem Kammerberg sowie den Bezirk für Briefwahl. Die kann im Krankheitsfall bis zum Wahlsonntag um 15 Uhr beantragt werden. Vorab kann im Rathaus gewählt werden.

Von Michael Schräer

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