Keine juristischen Konsequenzen

Nach Unfall: Busfahrer vom Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung entlastet

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Am Unfallort: Dank des beherzten Eingreifens von Moritz Bunnemann und Wilfried Nückel kam der 34-jährige Fahrer dieses Wagens am 15. Dezember mit dem Leben davon. Das kleine Foto zeigt den brennenden Wagen. Da war der Fahrer bereits in Sicherheit.

Fuldatal. Der Busfahrer der Witzenhäuser Firma Brundig, dem vorgeworfen wurde, im Dezember 2013 bei einem Unfall in der Nähe von Fuldatal-Rothwesten nicht geholfen zu haben, muss keine juristischen Konsequenzen befürchten.

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Die Staatsanwaltschaft Kassel hat das Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer wegen unterlassener Hilfeleistung eingestellt. Das erklärte deren Sprecher Dr. Götz Wied am Dienstag auf HNA-Anfrage. Als der Linienbus an der Unfallstelle ankam, hätten Ersthelfer den Verletzten bereits aus dem brennenden VW Polo befreit, erklärte Wied. Der Verletzte sei daher nicht mehr in akuter Gefahr gewesen. Der Busfahrer habe angegeben, sich an der Unfallstelle bedroht gefühlt zu haben, so der Sprecher. „Er hatte Angst.“

Grund für die Entscheidung des Busfahrer weiterzufahren war offenbar das Verhalten von zwei Ersthelfern. Diese hatten den Busfahrer der Linie 40 unter anderem mit Schlägen gegen das Fahrzeug aufgefordert, einen Feuerlöscher herauszugeben. Offenbar um aus der Situation herauszukommen, soll der Fahrer angegeben haben, in dem Bus befinde sich kein Feuerlöscher. Die Firma Brundig hatte kurz nach dem Zwischenfall gegenüber der HNA erklärt, es sei sehr wohl ein Feuerlöscher an Bord gewesen. (ket)

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