Bauarbeiten für Glasfaser-Ausbau beginnt im Herbst

Neue Anschlüsse im Oktober: Schneller surfen in Ahnatal

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Glasfaser trifft auf Kupfer: Rudi Werner (links), Aufbauleiter der Telekom, und Bürgermeister Michael Aufenanger an einem der zehn Verteiler, die in Ahnatal zu Multifunktionshäuschen umgebaut werden. In ihnen können dann die Kupferleitungen der Haushalte (rechts im Bild) an das neue Glasfaserkabel angeschlossen werden, das Werner hier zeigt.

Ahnatal. Der Wunsch nach schnellen Internetverbindungen könnte sich in diesem Herbst für einen großen Teil der Ahnataler Haushalte erfüllen. Im Mai begann die Telekom mit dem Glasfaser-Ausbau.

Ab dem 16. Oktober sollen die schnellen Anschlüsse laut Thomas Peter, Regionalmanager der Deutschen Telekom, zu buchen sein. Möglich sind dann nach Angaben der Telekom Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s).

Etwa 1700 Haushalte in der Kommune können das Angebot nutzen. Der östliche Teil des Kammerbergs sowie Heckershausen sind allerdings vom Ausbau ausgeschlossen. „Wir arbeiten in Gemeinschaft mit dem Landkreis Kassel fieberhaft an einer Lösung für die Bürger, die nicht vom aktuellen Ausbau profitieren“, erklärte Bürgermeister Michael Aufenanger. Gemeinsam mit dem Landkreis Kassel und weiteren Kommunen will die Gemeinde einen Antrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellen, „um die weiterhin unterversorgten Gebiete in Ahnatal zeitnah mit schnellem Internet versorgen zu können“, sagte Aufenanger.

Breitbandinitiative sorgt für Ungleichgewicht

Der Hintergrund für das Ungleichgewicht in der Kommune liegt in der im Jahr 2009 vom Land geförderten Breitbandinitiative, in deren Zuge die Kasseler Firma ACO-connent in Zusammenarbeit mit dem Landkreis bis 2012 ein Breitbandnetz für zahlreiche Ortsteile in 24 Kommunen via Richtfunk aufbaute. In diesen Gebieten können andere Wettbewerber derzeit nicht ohne Weiteres ihr Netz ausbauen – auch wenn immer wieder Kritik laut wird, dass ACO mit seinen Richtfunkantennen bei den anvisierten Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit nicht mithalten könne.

Vom Ausbau der Telekom profitieren jetzt zunächst große Teile von Weimar und vom Kammerberg. Um diese Gebiete mit schnellem Internet zu versorgen, hat die Telekom in den vergangenen Monaten auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Verteilerkästen die Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Die Verteiler wurden zu Multifunktionshäuschen (MFG) umgebaut. In ihnen wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitungen schnell zu machen, setzt die Telekom laut Peter die sogenannte Vectoring-Technik ein, die elektromagnetische Störungen beseitige. Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist laut Telekom die Geschwindigkeit.

Automatisch kommt das schnelle Internet natürlich nicht ins Haus. Wer sich für das Angebot interessiert, der kann sich bei der Telekom melden und die entsprechenden Anschlüsse buchen.

  • Infos gibt es im Internet unter www.telekom.de/schneller. Zudem stehen telefonisch Ansprechpartner zur Verfügung. Neukunden: 0800/330 3000; Telekom-Kunden: 0800/330 1000; kleine und mittlere Unternehmen: 0800/330 1300

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